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CDU zu Migration und Integration

Aus dem Programm „Der Mensch im Mittelpunkt: Veränderungsagenda von CDU Saar und Tobias Hans – So geht Zukunft. Programm der CDU Saar für die Landtagswahl 2022“

Landtagswahl Saarland 2022, 27. März 2022Original-PDF, 95 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationausgewogen (-0,2), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 2 eher offen, 2 ausgewogen, 1 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Fachkräfteanwerbung im Ausland ausweiten

Die CDU hält eine am Bedarf gesteuerte Zuwanderung internationaler Fachkräfte für nötig, weil der regionale Arbeitsmarkt den Mangel in vielen Branchen nicht mehr decken könne. Die im Saarland ansässige Fachkräfteagentur DeFa soll deshalb auch für weitere Mangelberufe tätig werden.

Im Saarland fehlen in vielen Berufen Fachleute. Die CDU will deshalb Fachkräfte aus dem Ausland holen. Eine Agentur im Saarland hilft schon bei Pflege-Berufen. Sie soll künftig auch bei anderen Berufen helfen.

Die „Deutsche Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe“ (DeFa) ist eine Bundeseinrichtung mit Sitz im Saarland. Sie unterstützt private Anwerbeagenturen, indem sie Anwerbeverfahren schnell bearbeitet. Die CDU sieht darin ein Vorbild und will das Angebot auf Mangelberufe jenseits von Gesundheit und Pflege erweitern.

Originalzitat anzeigen (Seite 13)
„Wir wollen daher, dass die DeFa ihr Angebot auch auf Mangelberufe außerhalb der Gesundheits- und Pflegewirtschaft ausdehnt.“
Seite 13 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Die gesteuerte Anwerbung ausländischer Fachkräfte soll auf weitere Berufe ausgedehnt werden, was Erwerbszuwanderung schrittweise erleichtert.

Migration ordnen, Straftäter und Gefährder abschieben

Die CDU bekennt sich zum Grundrecht auf Asyl, verlangt aber klare Regeln für Migration. Schwerkriminelle und Gefährder sollen konsequent abgeschoben werden. Für gut integrierte Menschen, denen die Abschiebung droht, fordert sie differenzierte Regelungen.

Die CDU sagt: Das Recht auf Asyl bleibt. Aber Zuwanderung braucht klare Regeln. Schwere Straftäter und gefährliche Personen sollen das Land verlassen müssen. Für gut integrierte Menschen soll es andere Lösungen geben.

Die Regeln sollen für die Einwanderung von Fachkräften ebenso gelten wie für die Aufnahme von Schutzsuchenden. Wer den Staat und seine demokratische Ordnung bekämpft, verliert nach Ansicht der CDU den Schutzanspruch. Abschiebungen müssen dabei dem geltenden Asylrecht entsprechen. Bei gut integrierten Menschen würde eine Rückführung nach Ansicht des Programms ihrem gesellschaftlichen Zweck zuwiderlaufen.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Schwerkriminelle, Gefährder und Personen, die unseren Staat und seine freiheitlich-demokratische Grundordnung bekämpfen, verwirken diesen Schutz und müssen konsequent abgeschoben werden.“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Migrationausgewogen

    Der Punkt verbindet das Bekenntnis zum Asylrecht und Ausnahmen für gut Integrierte mit der konsequenten Abschiebung von Straftätern und Gefährdern.

Landesprogramm Migration überprüfen und Verfahren verbessern

Die CDU will das Landesprogramm Migration auswerten und die Verwaltungsverfahren zusammen mit den Trägern der Integrationsarbeit verbessern. Sie verbindet einen Anspruch auf Teilhabe und Integrationsangebote mit Erwartungen an die Zugewanderten.

Die CDU sieht Zuwanderung als Gewinn für das Land. Das gilt auch wegen fehlender Fachkräfte. Zugewanderte sollen gleiche Chancen haben. Sie sollen aber auch die Regeln der Demokratie achten. Die CDU will das Programm des Landes zur Migration prüfen.

Nach dem Programm haben ausländische Mitbürger Anspruch auf gleichberechtigte Teilhabe und passende Angebote zur Integration. Umgekehrt erwartet die CDU, dass sie die freiheitlich-demokratische Grundordnung achten und wenigstens grundsätzlich zur Integration bereit sind. Zuwanderung bezeichnet die Partei grundsätzlich als kulturelle und soziale Bereicherung. Diskriminierung und Hass lehnt sie ab.

Originalzitat anzeigen (Seite 57)
„Daher werden wir das Landesprogramm Migration evaluieren, um gemeinsam mit den Trägern der Integrationshilfe und -beratung die Verwaltungsverfahren zu verbessern.“
Seite 57 im Original

Einordnung

  • Migrationausgewogen

    Der Punkt verbindet Teilhabe und Integrationsangebote mit Integrationserwartungen und ändert den heutigen Stand nur durch eine Überprüfung der Verfahren.

Anwerbung ausländischer Gesundheitsfachkräfte ausbauen

Die CDU will mehr Fachkräfte aus dem Ausland für Medizin und Pflege gewinnen und die Integrationsangebote für sie erweitern. Ein neues Förderprogramm „Kommunikation und Sprachverstehen“ soll Sprachbarrieren abbauen.

Im Saarland fehlen Ärzte und Pflegekräfte. Die CDU will mehr Fachleute aus anderen Ländern holen. Sie sollen Hilfe beim Ankommen bekommen. Ein neues Programm soll ihnen beim Deutschlernen helfen.

Grundlage ist die Deutsche Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe (DeFa), die die Landesregierung eingerichtet hat und die aus Sicht der CDU für eine faire und nachhaltige Anwerbung steht. Das Sprachprogramm richtet sich an akademische und nichtakademische Fachkräfte mit Ausbildung im Ausland. Die Partei begründet es mit der Qualität der Patientenversorgung und verweist auf das bisherige Engagement mehrerer Kliniken.

Originalzitat anzeigen (Seite 80)
„in diesem Rahmen werden wir die erfolgreiche Akquise ausländischer Fachkräfte im Gesundheitswesen und die Integrationsangebote für ausländische Pflegekräfte weiter ausbauen.“
Seite 80 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Die Anwerbung ausländischer Fachkräfte und die Integrationsangebote sollen ausgebaut werden, was Arbeitsmigration schrittweise erleichtert.

Offene Binnengrenzen, geschützte EU-Außengrenzen

Die CDU will offene Grenzen innerhalb Europas erhalten und knüpft sie an einen wirksamen Schutz der EU-Außengrenzen. Sie stellt sich an die Seite der Staaten mit Außengrenzen und setzt in der Migrationspolitik auf gemeinsame europäische Lösungen.

Die CDU will offene Grenzen zwischen den Ländern in Europa. Dafür sollen die Grenzen am Rand der EU gut geschützt sein. Die CDU will den Ländern am Rand der EU helfen. Menschen an der Grenze sollen dabei würdig behandelt werden. Europa soll Fragen zur Migration gemeinsam lösen.

Die Grenzschließungen während der Pandemie haben nach Darstellung des Programms gezeigt, dass geschlossene Grenzen nicht mehr zeitgemäß sind. Die CDU will Bemühungen um Grenzschutz unterstützen, sofern menschenwürdige Bedingungen gewahrt bleiben. Europa soll sich nicht spalten lassen, wenn Migration gezielt als Druckmittel benutzt wird. Nationale Alleingänge lehnt das Programm in der Migrationspolitik ab.

Originalzitat anzeigen (Seite 89)
„Freizügigkeit innerhalb des Schengenraumes ist für uns zwingend gebunden an effektiven und durchgreifenden Schutz der EU-Außengrenzen“
Seite 89 im Original

Einordnung

  • Europaeher mehr EU

    Migrationsfragen sollen gemeinsam europäisch statt national gelöst werden.

  • Migrationeher restriktiv

    Der Punkt betont einen wirksameren Schutz der Außengrenzen, bei Wahrung menschenwürdiger Bedingungen.

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