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CDU zu Finanzen und Steuern

Aus dem Programm „Der Mensch im Mittelpunkt: Veränderungsagenda von CDU Saar und Tobias Hans – So geht Zukunft. Programm der CDU Saar für die Landtagswahl 2022“

Landtagswahl Saarland 2022, 27. März 2022Original-PDF, 95 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Finanzen und Steuern

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,9), aus 8 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 4 eher mehr Markt, 2 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Mittelstand bei Steuern, Abgaben und Bürokratie entlasten

Die CDU will den Mittelstand von Bürokratie befreien und seine Steuer- und Abgabenlast senken. Über den Bundesrat will sie die vorgezogene Fälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge zurücknehmen und den steuerlichen Verlustrücktrag ausweiten.

Die CDU will Firmen weniger belasten. Sie sollen weniger Steuern und Abgaben zahlen. Auch soll es weniger Papier-Arbeit geben. Firmen sollen Sozial-Beiträge später zahlen dürfen. So bleibt ihnen mehr Geld.

Ziel ist laut Programm, Liquidität und Eigenkapital mittelständischer Betriebe zu verbessern. Die Vorfälligkeit bedeutet, dass Arbeitgeber Sozialbeiträge schon vor Monatsende abführen müssen; das will die CDU per Bundesratsinitiative ändern. Beim Verlustrücktrag, also der Verrechnung aktueller Verluste mit früheren Gewinnen, strebt sie eine Ausweitung bei Zeitraum und Höhe an.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„Wir werden dazu auf der Ebene des Bundesrates eine Initiative zur Rücknahme der Vorfälligkeit der Sozialversicherungsbeiträge einbringen“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die CDU will Steuer- und Abgabenlast sowie Bürokratie für Unternehmen innerhalb des bestehenden Systems senken.

Schuldenbremse einhalten und Ausgaben überprüfen

Die CDU will an der Schuldenbremse festhalten und zugleich in die öffentliche Infrastruktur investieren. Alle Landesausgaben sollen laufend auf Wirksamkeit geprüft und bei Bedarf gekürzt oder gestrichen werden.

Die Schulden-Bremse begrenzt neue Schulden des Staates. Die CDU will diese Regel behalten. Das Land soll trotzdem in Straßen und Gebäude investieren. Die CDU will alle Ausgaben des Landes immer wieder prüfen. Ausgaben mit wenig Wirkung will sie kürzen oder streichen.

Solide Finanzen gelten dem Programm als Grundlage des Regierens und als Schutz vor überhöhter Inflation; die Schuldenbremse sichere Spielräume für künftige Generationen. Die CDU will am Bund-Länder-Finanzausgleich festhalten, über den das Saarland nach ihren Angaben jährlich über 400 Millionen Euro Sanierungshilfen erhält. Strukturelle Ausgaben im Haushalt sollen auf Effizienz geprüft werden. Bleibt die Wirkung hinter den Zielen zurück, sollen sie in den folgenden Haushalten neu bewertet, verringert oder gestrichen werden. Zudem plädiert das Programm für eine Steuerpolitik, die Wachstum, Leistung und Investitionen begünstigt.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Daher bekennen wir uns zur Schuldenbremse bei gleichzeitigen Leitinvestitionen in die öffentliche Infrastruktur.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die geltende Schuldenbremse wird ausdrücklich verteidigt und mit einer laufenden Ausgabenkritik verbunden, was für Haushaltsdisziplin steht.

Sonderprogramm Infrastruktur und Saarlandfonds auflegen

Die CDU will die öffentlichen Investitionen mit einem Sonderprogramm für Infrastruktur erhöhen und einen „Saarlandfonds“ einrichten. Der Fonds soll Investitionen steigern, ohne die Schuldenbremse zu verletzen, und zugleich eine Geldanlage für Sparer und Investoren sein.

Die CDU will mehr Geld in Gebäude, Verwaltung und Verkehr stecken. Dafür plant sie ein Sonder-Programm. Außerdem soll es einen Saarland-Fonds geben. In diesen Fonds können Sparer und Investoren Geld anlegen. Die Schulden-Bremse soll dabei weiter gelten.

Das Sonderprogramm soll öffentliche Infrastruktur, Gebäude, Verwaltung, kommunale Funktionsbauten und Verkehr abdecken und laut Programm einer Rezession nach der Corona-Krise vorbeugen. Der Saarlandfonds ist als Innovations- und Strukturfonds gedacht, der den Kapitalstock der saarländischen Wirtschaft modernisieren hilft. Er soll saarländischen Sparern und internationalen Investoren offenstehen. Außerdem will sich die CDU dafür einsetzen, die degressive Abschreibung für Investitionsgüter dauerhaft einzuführen, vor allem für Digitalisierung und Klimaschutz.

Originalzitat anzeigen (Seite 20)
„Wir werden daher ein „Sonderprogramm Öffentliche Infrastruktur“ auflegen, das für attraktive öffentliche Infrastrukturen und Gebäude, Verwaltung, kommunale Funktionsgebäude und Verkehr zur Verfügung steht.“
Seite 20 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Mehr öffentliche Investitionen stehen neben privatem Kapital im Fonds, steuerlichen Abschreibungsanreizen und der Einhaltung der Schuldenbremse, sodass sich beide Richtungen ausgleichen.

Solidaritätszuschlag vollständig abschaffen

Die CDU fordert, den Solidaritätszuschlag ganz abzuschaffen. Sie hält ihn mehr als 30 Jahre nach der Wiedervereinigung und angesichts gestiegener Steuereinnahmen für nicht mehr begründbar.

Der Soli ist ein Zuschlag auf die Steuer. Seit 2021 zahlen ihn die meisten Menschen nicht mehr. Die CDU will ihn für alle abschaffen. Sie sagt: Der Soli passt nicht mehr in die Zeit.

Das Programm nennt den Zuschlag einen Anachronismus und verweist auf verfassungsrechtliche Fragen. Die Entlastung seit Anfang 2021 betreffe etwa 90 Prozent der Zahler, die übrigen 10 Prozent trügen jedoch fast die Hälfte des Aufkommens. Als weitere Begründung führt die CDU an, dass der Solidarpakt II Ende 2019 ausgelaufen ist. Für kurzfristige Bedarfsspitzen im Bundeshaushalt sei der Zuschlag nicht mehr zu rechtfertigen.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Wir sind klar für die vollständige Abschaffung des Soli“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Die noch von höheren Einkommen und Unternehmen gezahlte Abgabe soll ganz entfallen, was eine bestehende Steuer abschafft.

Freigrenzen bei der Grunderwerbsteuer einführen

Die CDU befürwortet bundesweit einheitliche Freigrenzen bei der Grunderwerbsteuer. Das soll vor allem jungen Familien den Kauf von Wohneigentum erleichtern; die Kosten soll ein Bundesprogramm tragen.

Wer ein Haus oder eine Wohnung kauft, zahlt eine Steuer. Die CDU will, dass ein Teil des Kaufs steuerfrei bleibt. Das soll vor allem jungen Familien helfen. Die Regel soll in ganz Deutschland gleich sein. Der Bund soll die Kosten tragen.

Die Partei will das Vorhaben gemeinsam mit anderen Bundesländern verfolgen. Die Freigrenzen sollen in ganz Deutschland gleich gelten. Die Einnahmeausfälle sollen über ein Programm des Bundes ausgeglichen werden, vergleichbar mit dem Baukindergeld.

Originalzitat anzeigen (Seite 21)
„Wir befürworten im Geleitzug mit anderen Bundesländern die bundeseinheitliche Einführung von Freigrenzen bei der Grunderwerbssteuer, die insbesondere jungen Familien den Weg ins Wohneigentum erleichtern.“
Seite 21 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Freigrenzen senken die Steuerlast beim Immobilienkauf und fördern privates Eigentum innerhalb des bestehenden Steuersystems.

Gewerbesteuerhebesätze im Saarland senken

Die CDU will, dass die Gewerbesteuerhebesätze im Saarland auf Dauer nicht über dem Bundesdurchschnitt liegen. Ein Absenkungsprogramm des Landes hält sie nur für möglich, wenn der Bund im Rahmen einer kommunalen Entschuldung mitwirkt.

Firmen zahlen Gewerbe-Steuer an ihre Gemeinde. Jede Gemeinde legt die Höhe selbst fest. Die CDU will, dass diese Steuer im Saarland sinkt. Sie soll nicht höher sein als im Durchschnitt in Deutschland. Dafür braucht das Land aber Hilfe vom Bund.

Niedrigere Hebesätze sollen das Saarland für Investitionen und Ansiedlungen attraktiver machen und können nach Ansicht der CDU am Ende zu höheren Steuereinnahmen führen. Bei einem Absenkungsprogramm würde das Land den Kommunen die Ausfälle teilweise ersetzen. Die Gewerbesteuer soll nach dem Willen der Partei dort anfallen, wo Unternehmen die Infrastruktur nutzen. Für ganz Deutschland verlangt das Programm ein leistungsgerechtes System der Unternehmensbesteuerung.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Um als Investitions- und Ansiedlungsstandort attraktiv zu sein, brauchen wir eine Absenkung der kommunalen Hebesätze.“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Niedrigere Hebesätze senken die Steuerlast der Unternehmen schrittweise, um den Standort wettbewerbsfähiger zu machen.

Kommunalen Finanzausgleich überprüfen, Altschulden an Bund

Die CDU will den kommunalen Finanzausgleich im Saarland kurzfristig neu begutachten lassen und regelmäßig überprüfen, damit das Geld nach tatsächlichem Bedarf verteilt wird. Vom Bund fordert sie, die Altschulden finanzschwacher Kommunen zu übernehmen.

Viele Gemeinden im Saarland haben wenig Geld. Die CDU will prüfen, wie das Geld zwischen Land und Gemeinden verteilt wird. Die Verteilung soll fair sein. Der Bund soll alte Schulden von armen Gemeinden übernehmen.

Nach dem Programm entlastet der Saarlandpakt die Kommunen zwar bei den Kassenkrediten, zugleich wachsen aber Aufgaben und Investitionsbedarf. Geprüft werden soll sowohl die Verteilung zwischen Land und Kommunen als auch die unter den Kommunen. Verbesserungen aus unabhängigen Gutachten will die CDU umsetzen. Den Bundeskanzler erinnert sie an eine frühere Zusage zur Altschuldenregelung.

Originalzitat anzeigen (Seite 54)
„Wir fordern vom Bundeskanzler, dass er zu seiner früheren Zusage steht und für die finanzschwachen Kommunen eine tragfähige Altschuldenübernahme-Regelung durch den Bund vorlegt.“
Seite 54 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Bund soll kommunale Altschulden übernehmen und die Mittel sollen stärker nach Bedarf verteilt werden, was die staatliche Umverteilung zwischen den Ebenen ausbaut.

Stromsteuer und Energieabgaben senken

Die CDU will Haushalte und Betriebe bei den Energiepreisen entlasten. Dazu fordert sie eine Stromsteuer auf EU-Mindestniveau, ein schnelleres Ende der EEG-Umlage, eine befristet niedrigere Mineralölsteuer und eine höhere Pendlerpauschale.

Energie ist teuer geworden. Die CDU will deshalb Steuern auf Energie senken. Die Steuer auf Strom soll so niedrig wie möglich sein. Auch die Steuer auf Benzin und Diesel soll eine Zeit lang sinken. Pendler sollen mehr von der Steuer absetzen können.

Die Stromsteuer soll auf 0,1 Cent je Kilowattstunde fallen, den niedrigsten Satz, den die EU zulässt. Die EEG-Umlage auf Strom soll früher wegfallen als bisher geplant. Die Mineralölsteuer soll für begrenzte Zeit gesenkt werden. Zudem strebt die CDU eine höhere Pendlerpauschale an. Begründet wird dies damit, dass private und gewerbliche Verbraucher durch die Preisentwicklung nicht überfordert werden dürften.

Originalzitat anzeigen (Seite 67)
„Daher kämpfen wir für die längst überfällige Senkung der Stromsteuer auf das von der EU festgelegte Mindestmaß von 0,1 Cent/kWh.“
Seite 67 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Die Stromsteuer soll auf das EU-Mindestmaß fallen und weitere Energieabgaben sollen sinken oder entfallen, was eine deutliche Senkung von Steuern und Abgaben bedeutet.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Eine befristet niedrigere Mineralölsteuer und eine höhere Pendlerpauschale stellen Preise vor die Lenkungswirkung zugunsten des Klimas.

Luxemburg-Strategie und bessere Steuerregeln für Grenzpendler

Die CDU will die Beziehungen zu Luxemburg mit einer eigenen Strategie vertiefen. Beim Bund will sie für ein geändertes Doppelbesteuerungsabkommen mit 52 Homeoffice-Tagen pro Jahr werben und dafür, dass Grenzgänger bei der Verteilung von Steuermitteln an Kommunen besser zählen.

Viele Saarländer arbeiten in Luxemburg. Die CDU will enger mit Luxemburg zusammenarbeiten. Pendler sollen 52 Tage im Jahr von zu Hause arbeiten dürfen. Die Steuern für diese Tage sollen Luxemburg und Deutschland teilen. Gemeinden mit vielen Pendlern sollen beim Steuer-Geld nicht schlechter dastehen.

Ergänzend zur Frankreichstrategie soll ein strategischer Ansatz für Luxemburg mit steuerlicher, wirtschaftlicher und kultureller Zusammenarbeit entstehen. Bei der Zuweisung von Einkommensteuermitteln an Kommunen soll nicht nur die Beschäftigungsquote maßgeblich sein, weil Pendler ins Ausland sonst unberücksichtigt bleiben. Mit Grand Est und den Nachbar-Bundesländern will die CDU pragmatische Lösungen bei Freizügigkeitshemmnissen wie der A1-Bescheinigung und bei grenzüberschreitenden Investitionen finden. Die Bundesländer sollen sich untereinander enger abstimmen, nach dem Grundsatz Kooperation vor Konkurrenz.

Originalzitat anzeigen (Seite 94)
„die Anzahl der möglichen Tage im Homeoffice auf 52 pro Jahr zu erhöhen und zu vereinbaren, dass die Steuereinnahmen für diese Tage mit der Bundesrepublik Deutschland geteilt werden“
Seite 94 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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