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parteiprogramm

CDU zur Familie

Aus dem Programm „Agenda der Zuversicht. Unser Land in guten Händen.“

Landtagswahl Baden-Württemberg 2026, 8. März 2026Original-PDF, 57 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (-0,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Sicherheit und Ordnung zuerst (+1,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 1 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Letztes Kita-Jahr verpflichtend und beitragsfrei

Die CDU will ein verpflichtendes letztes Kita-Jahr mit besonderer Förderung für alle Kinder, damit sie mit soliden Grundlagen in die Grundschule kommen. Dieses Jahr soll für Eltern beitragsfrei werden; die Finanzierung will die Partei mit Bund und Kommunen klären.

Alle Kinder sollen im letzten Jahr vor der Schule in die Kita gehen. Dort bekommen sie besondere Förderung. Eltern sollen für dieses Jahr nichts bezahlen. Die CDU will auch mehr Fachkräfte für Kitas gewinnen.

Kinder sollen sprachliche, mathematische, motorische und sozial-emotionale Grundlagen mitbringen. Kita und Grundschule sollen enger zusammenarbeiten und Informationen besser austauschen. Kitas in schwierigen sozialen Lagen werden zu Kinder- und Familienzentren mit höherer Förderung. Geld aus dem KiTa-Qualitätsgesetz soll in Leitungszeit und Fachkräftegewinnung fließen; Hauswirtschafts- und Verwaltungskräfte sollen die pädagogischen Teams entlasten. Die Vergütung von Tagesmüttern und -vätern soll landesweit an die Kostenentwicklung angepasst werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Zugleich setzen wir uns für ein beitragsfreies letztes Kita‑Jahr ein und erarbeiten gemeinsam mit Bund und Kommunen eine konsistente Finanzierung.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Elternbeiträge für das letzte Kita-Jahr sollen entfallen und öffentlich finanziert werden, was eine öffentliche Leistung ausweitet.

Sprachförderung und Vorsorge verbindlich machen

Die CDU will, dass Kinder vor der Einschulung ausreichend Deutsch können, und setzt dafür auf verbindliche Förderung. Früherkennungsuntersuchungen sollen für alle Kinder Pflicht werden, und staatliche Transferleistungen sollen von der Teilnahme abhängen.

Kinder sollen gut Deutsch können, bevor sie in die erste Klasse kommen. Wer Hilfe braucht, muss sie auch annehmen. Alle Kinder müssen zu den Vorsorge-Untersuchungen gehen. Sonst kann es weniger Geld vom Staat geben.

Wo Förderbedarf erkennbar wird, soll es passende und verpflichtende Angebote geben. Die CDU will das Programm „SprachFit“, die Sprach-Kitas und die Sprachförderung insgesamt ausbauen. Für noch nicht schulreife Kinder ist der Besuch einer Juniorklasse vorgesehen. Neu zugewanderte Kinder ohne ausreichende Deutschkenntnisse beginnen in Vorbereitungsklassen. Die Partnerschaft mit Eltern soll über die Elternstiftung und einen runden Tisch gestärkt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 19)
„Staatliche Transferleistungen werden an die Teilnahme an Früherkennungsuntersuchungen gekoppelt und die Teilnahme gilt für alle Kinder als verpflichtend.“
Seite 19 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Vorsorgeuntersuchungen und Förderung sollen für alle Kinder zur Pflicht werden und mit Leistungen verknüpft sein, was eine neue staatliche Pflicht für Familien schafft.

Ehegattensplitting zum Familiensplitting ausbauen

Die CDU will sich dafür einsetzen, dass der Kinderfreibetrag schrittweise an den Grundfreibetrag der Eltern herangeführt wird. Auf diesem Weg soll aus dem Ehegattensplitting ein Familiensplitting werden. Familien mit drei oder mehr Kindern sollen gezielt Hilfe erhalten.

Familien sollen weniger Steuern zahlen. Der Steuer-Freibetrag für Kinder soll steigen. Er soll sich dem Freibetrag der Eltern annähern. Familien mit vielen Kindern sollen besondere Hilfe bekommen.

Das Programm begründet die Unterstützung kinderreicher Familien mit deren Beitrag zu Gesellschaft und Sozialstaat. Ihr besonderer Bedarf bei Wohnen, Teilhabe und Mobilität soll berücksichtigt werden. Die Änderungen bei Freibetrag und Splitting betreffen das Steuerrecht des Bundes, die CDU will sich dafür einsetzen.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Das Ehegattensplitting wollen wir so zu einem Familiensplitting fortentwickeln.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Ein höherer Kinderfreibetrag senkt die Steuerlast von Familien innerhalb des bestehenden Steuersystems.

  • Gesellschafteher konservativ

    Das Splitting für Ehepaare bleibt erhalten und wird um Kinder erweitert, statt es abzuschaffen.

Familien beraten und Kinderarmut vorbeugen

Die CDU will Netzwerke zur Vorbeugung von Kinderarmut bis 2030 in jedem Stadt- und Landkreis aufbauen. Familien sollen überall Anlaufstellen mit Lotsenfunktion und ein digitales Portal für Familienleistungen bekommen.

Die CDU will Kinder vor Armut schützen. Dafür soll es bis 2030 überall im Land Hilfs-Netzwerke geben. Familien sollen Beratungs-Stellen in ihrer Nähe finden. Leistungen für Familien soll man einfach im Internet beantragen können.

Geld allein löst die Probleme von Familien nach Ansicht des Programms nicht; Kinder bräuchten Förderung und Teilhabe. Besonders achten will die CDU auf Alleinerziehende, die trotz Arbeit oft armutsgefährdet seien. Das Landesprogramm „STÄRKE“ und die Familienförderstrategien werden weiterentwickelt. Die Erziehungshoheit der Eltern soll geschützt werden. Die Förderung von Jugendbildung und Jugenderholung soll einfacher und digital ablaufen.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Wir bauen die Präventionsnetzwerke gegen Kinderarmut bis 2030 in allen Stadt- und Landkreisen aus.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Bestehende öffentliche Hilfs- und Beratungsangebote für Familien sollen auf das ganze Land ausgedehnt werden.

Kinderschutz ausbauen und IP-Adressen speichern

Die CDU will den Masterplan Kinderschutz erweitern und einheitliche Standards für die Kinder- und Jugendhilfe im ganzen Land schaffen. Bei Gefahr für das Kindeswohl soll der Staat entschieden eingreifen können, und IP-Adressen sollen befristet gespeichert werden, um schwere Straftaten zu verfolgen.

Die CDU will Kinder besser schützen. Für die Jugend-Hilfe sollen überall im Land gleiche Regeln gelten. Bei Gefahr für ein Kind soll der Staat eingreifen dürfen. Internet-Adressen sollen eine Zeit lang gespeichert werden. So soll die Polizei Täter leichter finden.

Vorbeugung hat nach dem Programm Vorrang vor dem Eingreifen. Datenschutz soll hinter dem Schutz von Kindern zurückstehen. Starke Eingriffsrechte fordert die CDU vor allem bei sexuellen Übergriffen und Kinderpornografie. Sie verweist auf das Cybercrime-Zentrum Baden-Württemberg. Neben IP-Adressen sollen auch Port-Nummern zeitlich begrenzt gespeichert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Der Datenschutz darf dem Kinderschutz nicht im Wege stehen.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

    Eine befristete Speicherung von IP-Adressen ohne Anlass gibt es heute nicht; sie würde die Befugnisse der Ermittler zulasten des Datenschutzes grundlegend erweitern.

Was sagen die anderen Parteien zur Familie?

Alle Programme in Baden-Württemberg im Vergleich