Zum Inhalt springen
parteiprogramm

AfD zur Wirtschaft

Aus dem Programm „Wahlprogramm der Alternative für Deutschland für die Wahl zum 18. Landtag des Landes Nordrhein-Westfalen“

Landtagswahl Nordrhein-Westfalen 2022, 15. Mai 2022Original-PDF, 55 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,8), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 2 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Mittelstand stärken und Bürokratie abbauen

Die AfD will den Mittelstand durch Technologieförderung, weniger Bürokratie und schnellere Genehmigungen stärken. Den Kohleausstieg und die Abkehr vom Verbrennungsmotor sieht sie als Gefahr für den Wohlstand in NRW und will diese Entwicklung umkehren.

Die AfD will kleine und mittlere Firmen stärken. Es soll weniger Vorschriften geben. Genehmigungen sollen schneller gehen. Forschung und Firmen sollen enger zusammenarbeiten. Den Ausstieg aus der Kohle sieht die AfD als Fehler.

Das Programm bekennt sich zur Sozialen Marktwirtschaft und nennt hohe Energiepreise, Bürokratie und lange Genehmigungsverfahren als Gründe für Abwanderung von Unternehmen. Unterstützt werden sollen Investitionen in MINT-Bildung, Gründungen, Pharma- und Chemieindustrie, Digitalisierung und Infrastruktur. Der Wissenstransfer zwischen Forschung und Betrieben sowie Ausgründungen aus Hochschulen sollen gefördert und neue Technologien ohne ideologische Vorgaben erforscht werden. Genehmigungs- und Überwachungsverfahren sollen gestrafft und Statistikpflichten verringert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Wir wollen eine Stärkung des Wissens- und Technologietransfers zwischen Forschungseinrichtungen und Unternehmen.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Weniger Auflagen, gestraffte Verfahren und ein schlanker Staat verschieben den Rahmen schrittweise in Richtung Markt und Deregulierung.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Das Programm will die Entwicklung hin zu Kohleausstieg und Abkehr vom Verbrenner umkehren und stellt Wettbewerbsfähigkeit vor Klimavorgaben, ohne hier eine konkrete Maßnahme zu nennen.

Pflichtmitgliedschaft in Kammern abschaffen

Die AfD will die verpflichtende Mitgliedschaft von Gewerbetreibenden in den Industrie- und Handelskammern abschaffen. Sie hält diese für unvereinbar mit der Vereinigungsfreiheit und wirft den Kammern vor, nicht mehr die Interessen kleiner Betriebe zu vertreten.

Wer eine Firma gründet, muss heute Mitglied in der IHK werden. Die IHK ist die Industrie- und Handels-Kammer. Die AfD will diese Pflicht abschaffen. Sie sagt: Die Kammern vertreten kleine Firmen nicht mehr gut.

Das Programm beruft sich auf Artikel 9 des Grundgesetzes, der die Vereinigungsfreiheit schützt. Wer ein Gewerbe anmeldet, wird bisher automatisch IHK-Mitglied. Aus Sicht der AfD werden die Kammern zunehmend als Vorfeldorganisationen von Parteien genutzt, statt Gewerbe und Wirtschaft gegenüber Politik und Verwaltung zu vertreten.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Sie vertreten damit nicht mehr die Interessen der kleinen und mittelständischen Betriebe. Deshalb lehnen wir die Zwangsmitgliedschaft ab.“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Die Abschaffung der gesetzlichen Pflichtmitgliedschaft samt Beitragspflicht streicht eine bestehende Pflicht für Unternehmen vollständig.

Handwerk fördern und Betriebsgründung an Qualifikation binden

Die AfD will das Handwerk mit mehr Meister-BAföG und einer höheren Meister-Gründungsprämie unterstützen. Handwerksbetriebe sollen nur mit Meisterbrief oder langjähriger Gesellenerfahrung eröffnet werden dürfen, Ausnahmen sollen seltener werden.

Die AfD will das Handwerk unterstützen. Wer Meister werden will, soll mehr Geld bekommen. Einen Betrieb soll nur eröffnen, wer gut ausgebildet ist. Ausnahmen soll es seltener geben.

Das Programm würdigt die Rolle der Handwerksbetriebe bei der Ausbildung und der Sicherung von Fachkräften. Als Qualifikation für eine Betriebseröffnung gelten der Meistertitel oder mehrjährige qualifizierte Berufserfahrung als Geselle nach § 7b der Handwerksordnung. Die Voraussetzungen für Ausnahmebewilligungen der Handwerkskammer sollen deutlich strenger werden, was die AfD auch mit dem Schutz der Kunden begründet.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Zur Sicherung der hohen Qualität des deutschen Handwerks soll die Eröffnung von Betrieben nur mit einer entsprechenden Qualifizierung möglich sein“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Strengere Zugangsvoraussetzungen und mehr staatliche Förderung bedeuten mehr Regulierung des Marktzugangs im Handwerk.

Innenstädte mit längeren Öffnungszeiten beleben

Die AfD will Innenstädte gegenüber dem Onlinehandel stärken, unter anderem durch längere Einkaufszeiten am Wochenende. Gute Erreichbarkeit mit dem Auto, Sauberkeit und Sicherheit sollen hinzukommen.

Die AfD will, dass wieder mehr Menschen in die Innenstädte kommen. Geschäfte sollen auch am Wochenende länger öffnen dürfen. Es soll genug Parkplätze geben. Die Innenstädte sollen sauber und sicher sein.

Handel und Gastronomie sollen nach dem Programm gemeinsam aus der Krise geführt werden, wobei Gaststätten Teil des Einkaufserlebnisses sein sollen. Die AfD nennt Autofreundlichkeit und Parkmöglichkeiten als wichtige Elemente, ergänzt durch Pendelverkehr zu Parkplätzen außerhalb. Sie zeigt sich offen für hybriden Einzelhandel, bei dem Kunden im Laden beraten werden und die Ware nach Hause geliefert bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„benötigen wir kundenfreundliche Einkaufszeiten auch am Wochenende“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Längere Ladenöffnungszeiten am Wochenende lockern bestehende Regeln für den Handel schrittweise.

Was sagen die anderen Parteien zur Wirtschaft?

Alle Programme in Nordrhein-Westfalen im Vergleich