Asylrecht verteidigen und Bleibeperspektiven schaffen
Die SPD hält am individuellen Recht auf Asyl fest und will das europäische Asylsystem GEAS menschenrechtskonform umsetzen. Berlin soll über eigene Landesaufnahmeprogramme besonders Schutzbedürftige aufnehmen können. Auch Menschen ohne Schutzanspruch sollen Wege zur Integration erhalten; bei Rückkehr setzt die Partei auf Freiwilligkeit.
Die SPD will das Recht auf Asyl behalten. Berlin soll selbst besonders gefährdete Menschen aufnehmen dürfen. Auch Menschen ohne Schutz-Anspruch sollen eine Chance zum Bleiben bekommen. Wer gehen muss, soll Hilfe für die freiwillige Rückkehr bekommen. Schwere Straftäter ohne Bleiberecht sollen zuerst abgeschoben werden.
Beim Bund will die SPD darauf dringen, dass Landesaufnahmeprogramme zugelassen werden, auch für Verwandte von Berlinerinnen und Berlinern. Für abgelehnte Asylsuchende und Menschen mit auslaufender Aufenthaltserlaubnis sollen der Spurwechsel genutzt und ein neues Chancenaufenthaltsrecht gefordert werden. Die Härtefallkommission arbeitet weiter, für Staatenlose soll ein transparentes Anerkennungsverfahren entstehen. Menschen ohne Bleibeperspektive sollen früh Rückkehrhilfen erhalten. Vorrang bei Rückführungen haben schwere Straftäter ohne Bleiberecht und Gefährder.
Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„Berlin steht fest zum Recht auf Asyl. Wir setzen das EU-Asylsystem (GEAS) menschenrechtskonform um.“Einordnung
- Europaausgewogen
Das gemeinsame EU-Asylsystem wird umgesetzt, ohne mehr oder weniger EU-Zuständigkeit zu fordern.
- Migrationeher offen
Landesaufnahmeprogramme, Spurwechsel und ein neues Chancenaufenthaltsrecht erweitern Schutz und Bleibemöglichkeiten, während Rückführungen auf Straftäter und Gefährder konzentriert werden.