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parteiprogramm

SPD zu Migration und Integration

Aus dem Programm „Wahlprogramm Abgeordnetenhauswahl 2026“

Abgeordnetenhauswahl Berlin 2026, 20. September 2026Original-PDF, 66 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaausgewogen (0), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 1 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher offen (-1,2), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich offen, 5 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Asylrecht verteidigen und Bleibeperspektiven schaffen

Die SPD hält am individuellen Recht auf Asyl fest und will das europäische Asylsystem GEAS menschenrechtskonform umsetzen. Berlin soll über eigene Landesaufnahmeprogramme besonders Schutzbedürftige aufnehmen können. Auch Menschen ohne Schutzanspruch sollen Wege zur Integration erhalten; bei Rückkehr setzt die Partei auf Freiwilligkeit.

Die SPD will das Recht auf Asyl behalten. Berlin soll selbst besonders gefährdete Menschen aufnehmen dürfen. Auch Menschen ohne Schutz-Anspruch sollen eine Chance zum Bleiben bekommen. Wer gehen muss, soll Hilfe für die freiwillige Rückkehr bekommen. Schwere Straftäter ohne Bleiberecht sollen zuerst abgeschoben werden.

Beim Bund will die SPD darauf dringen, dass Landesaufnahmeprogramme zugelassen werden, auch für Verwandte von Berlinerinnen und Berlinern. Für abgelehnte Asylsuchende und Menschen mit auslaufender Aufenthaltserlaubnis sollen der Spurwechsel genutzt und ein neues Chancenaufenthaltsrecht gefordert werden. Die Härtefallkommission arbeitet weiter, für Staatenlose soll ein transparentes Anerkennungsverfahren entstehen. Menschen ohne Bleibeperspektive sollen früh Rückkehrhilfen erhalten. Vorrang bei Rückführungen haben schwere Straftäter ohne Bleiberecht und Gefährder.

Originalzitat anzeigen (Seite 51)
„Berlin steht fest zum Recht auf Asyl. Wir setzen das EU-Asylsystem (GEAS) menschenrechtskonform um.“
Seite 51 im Original

Einordnung

  • Europaausgewogen

    Das gemeinsame EU-Asylsystem wird umgesetzt, ohne mehr oder weniger EU-Zuständigkeit zu fordern.

  • Migrationeher offen

    Landesaufnahmeprogramme, Spurwechsel und ein neues Chancenaufenthaltsrecht erweitern Schutz und Bleibemöglichkeiten, während Rückführungen auf Straftäter und Gefährder konzentriert werden.

Arbeitsmigration erleichtern, Abschlüsse schneller anerkennen

Die SPD will wegen des Fachkräftemangels und der alternden Gesellschaft weiterhin Arbeitsmigration ermöglichen. Ausländische Abschlüsse sollen einfacher und schneller anerkannt werden. Geflüchtete sollen rasch selbst für ihren Lebensunterhalt sorgen können.

Berlin fehlen Fachkräfte. Die SPD will deshalb Arbeitskräfte aus dem Ausland holen. Abschlüsse aus anderen Ländern sollen schneller gelten. Geflüchtete sollen schneller arbeiten dürfen.

Internationale Fachkräfte sollen gezielt angeworben werden, vor allem für die Pflege. Der Zuzug von Selbstständigen soll leichter werden, und wer erheblich investiert und ein Unternehmen gründet, soll ein beschleunigtes Gründungsvisum bekommen. Beschäftigungsverbote für Geflüchtete will die SPD abbauen und sich im Bund für weitere Erleichterungen einsetzen. Fachkräfte sollen ihre Familie zügig nachholen können, sofern deren Lebensunterhalt gesichert ist.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„Deshalb brauchen wir auch künftig Arbeitsmigration und werden dafür die Anerkennung ausländischer Abschlüsse deutlich vereinfachen und beschleunigen.“
Seite 52 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Anwerbung, schnellere Anerkennung, weniger Beschäftigungsverbote und zügiger Familiennachzug für Fachkräfte erleichtern Zuwanderung innerhalb des bestehenden Rechts.

Einbürgerungszahlen weiter steigern

Die SPD will mehr Berlinerinnen und Berliner mit Migrationsgeschichte einbürgern, damit sie demokratisch mitbestimmen können. Das Einbürgerungszentrum soll fortgeführt und eine Kampagne gestartet werden, die alle Antragsberechtigten anspricht.

Viele Menschen in Berlin haben keinen deutschen Pass. Viele von ihnen dürften ihn aber beantragen. Die SPD will diese Menschen ansprechen. Mehr Menschen sollen Deutsche werden und wählen können.

Laut Programm haben rund 40 Prozent der Berliner Bevölkerung eine Migrationsgeschichte, etwa die Hälfte davon ist eingebürgert. Das Einbürgerungszentrum soll interkulturell und bürgernah arbeiten. Antragsverfahren und Beratung sollen so weit wie möglich digital ablaufen.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„Wir starten eine Einbürgerungskampagne, mit der wir alle Bürger*innen ansprechen, die die Voraussetzungen erfüllen.“
Seite 52 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Mehr Einbürgerungen durch Kampagne und schnellere Verfahren erleichtern den Zugang zur Staatsbürgerschaft, ohne die rechtlichen Voraussetzungen zu ändern.

Geflüchtete dezentral in den Kiezen unterbringen

Die SPD will Geflüchtete nicht länger in Notunterkünften unterbringen, sondern dezentral in Wohnungen. Alle Bezirke sollen dazu einen gerechten Anteil beitragen. Sekundärmigrationszentren und Ausgangssperren für Geflüchtete lehnt die Partei ab.

Geflüchtete sollen nicht mehr in großen Not-Unterkünften leben. Sie sollen in Wohnungen in der ganzen Stadt wohnen. Jeder Bezirk soll dabei mithelfen. Ausgangs-Sperren für Geflüchtete will die SPD nicht.

Aus Sicht des Programms kann Integration in Notunterkünften mit Tausenden Menschen nicht gelingen. Nach den Notunterkünften sollen auch Gemeinschaftsunterkünfte schrittweise abgebaut und das Wohnen für Geflüchtete ausgebaut werden. Die Gemeinschaftspauschale je geflüchteter Person und Bezirk soll steigen, damit die soziale Infrastruktur rund um Unterkünfte mitwächst.

Originalzitat anzeigen (Seite 52)
„Wir wollen stattdessen menschenwürdiges, dezentrales Wohnen. Hierbei müssen alle Bezirke einen gerechten Beitrag leisten.“
Seite 52 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Dezentrales Wohnen und die Ablehnung von Ausgangssperren und Sekundärmigrationszentren verbessern die Bedingungen für Geflüchtete gegenüber heute.

Integrationsangebote und Sprachmittlung ausbauen

Die SPD will Angebote für Zugewanderte und Geflüchtete erweitern. Das Willkommenszentrum soll zur zentralen mehrsprachigen Anlaufstelle werden, bei Behörden soll es überall Sprachmittlung geben. Deutschkurse und das Programm der Integrationslotsinnen und -lotsen sollen gestärkt werden.

Die SPD will Menschen aus dem Ausland das Ankommen leichter machen. Es soll eine zentrale Stelle für Hilfe in vielen Sprachen geben. In Ämtern soll es Übersetzung geben. Es soll mehr Deutsch-Kurse geben.

Das Willkommenszentrum soll digitale und bezirkliche Angebote bündeln. Das Lotsenprogramm wird professionalisiert, auf weitere Sprachgruppen ausgedehnt und dauerhaft finanziert. Neben Deutschkursen sollen digitale sowie berufsbezogene Sprachangebote wachsen. Der öffentliche Dienst soll sich mit Mentoring-, Anerkennungs- und Diversitätsprogrammen stärker für Menschen mit Migrationsgeschichte öffnen. Migrantische Organisationen, ein Migrationsmuseum und ein Demokratie-Hub für geflüchtete Aktivistinnen und Aktivisten sollen gefördert werden; ein Monitoring mit halbjährlichen Kennzahlen soll die Teilhabe messen.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Für Behördengänge führen wir flächendeckend Sprachmittlung ein. Wir nutzen Dolmetscherdienste und KI-Übersetzungen.“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Diversitätsprogramme im öffentlichen Dienst und die Förderung migrantischer Organisationen stärken gesellschaftliche Vielfalt.

  • Migrationeher offen

    Mehr Beratung, Sprachmittlung und Förderung erweitern die Unterstützung und Rechte von Zugewanderten schrittweise.

Bezahlkarte ablehnen, Berliner Stadtkarte anstreben

Die SPD lehnt eine Bezahlkarte für Geflüchtete ab, weil sie aus ihrer Sicht die Teilhabe stark einschränkt. Stattdessen strebt sie eine Berliner Stadtkarte (City-ID) an und will auf Bundesebene darauf hinwirken, dass die Voraussetzungen dafür entstehen. Diese Karte soll Menschen ohne Papiere Zugang zu grundlegenden Leistungen geben.

Die SPD will keine Bezahl-Karte für Geflüchtete. Sie sagt: Die Karte schließt Menschen vom Leben in der Stadt aus. Die SPD will lieber einen Stadt-Ausweis für Berlin. Damit sollen auch Menschen ohne Papiere zum Arzt oder in die Schule gehen können.

Die Bezahlkarte ist eine Guthabenkarte, über die Asylsuchende Leistungen statt Bargeld erhalten. Die geplante Stadtkarte soll Menschen ohne Aufenthaltspapiere den Zugang zu Gesundheit, Wohnen, Arbeit und Bildung öffnen. Die rechtlichen Voraussetzungen dafür will die SPD auf Bundesebene erreichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 53)
„Eine Bezahlkarte für Geflüchtete lehnen wir ab. Sie schränkt Teilhabe am öffentlichen Leben stark ein.“
Seite 53 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich offen

    Die Ablehnung der heute vorgesehenen Bezahlkarte und ein neuer Ausweis, der Menschen ohne Papiere Zugang zu Leistungen gibt, verändern den Stand grundlegend zugunsten von Zugewanderten.

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