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SPD zu Gleichstellung und Vielfalt

Aus dem Programm „Wahlprogramm Abgeordnetenhauswahl 2026“

Abgeordnetenhauswahl Berlin 2026, 20. September 2026Original-PDF, 66 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Gleichstellung und Vielfalt

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1,2), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 2 deutlich progressiv, 7 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher offen (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 1 eher offen, 0 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Lohnlücke zwischen Frauen und Männern schließen

Die SPD will erreichen, dass Frauen und Männer in Berlin gleich bezahlt werden. Dafür soll die Richtlinie der EU zur Entgelttransparenz in deutsches Recht übernommen werden.

Frauen verdienen oft weniger als Männer. Die SPD will das ändern. Es gibt dazu eine Regel der EU. Diese Regel soll auch in Deutschland Gesetz werden.

Das Programm verweist darauf, dass europäisches Recht bereits die Grundlage für gleiche Bezahlung bietet. Die SPD will sich für die Umsetzung der Entgelttransparenzrichtlinie in Deutschland einsetzen. Als Ziel nennt sie Unternehmenskulturen, in denen alle Geschlechter die gleichen Chancen haben, sich zu verwirklichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„Wir setzen uns dafür ein, dass die EU-Entgelttransparenzrichtlinie auch in Deutschland Gesetz wird.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Unternehmen bekämen zusätzliche gesetzliche Pflichten zur Offenlegung von Entgelten.

  • Gesellschafteher progressiv

    Die Gleichstellung der Geschlechter beim Lohn soll durch neue Transparenzregeln vorangebracht werden.

Geschlechtergerechte Stadtplanung als Standard verankern

Die SPD will die Stadtentwicklung an unterschiedlichen Lebenslagen ausrichten und Gender-Mainstreaming zum festen Maßstab bei Planung und Vergabe machen. Eine eigene Leitstelle nach Wiener Vorbild soll das dauerhaft in der Verwaltung verankern.

Die SPD will die Stadt für alle Menschen planen. Dabei soll die Stadt immer auf Frauen und Männer gleich achten. Straßen und Plätze sollen sicher und ohne Hindernisse sein. Eine neue Stelle in der Verwaltung soll sich darum kümmern. Das Vorbild ist die Stadt Wien.

Das Programm nennt dieses Vorhaben feministische Stadtplanung. Der öffentliche Raum soll barrierefrei, sicher und am Bedarf orientiert gestaltet werden. Gender-Mainstreaming, also die Prüfung der Auswirkungen auf alle Geschlechter, soll bei Projekten grundsätzlich für Planung und Auftragsvergabe gelten. Dazu soll eine Leitstelle für alltags- und gendergerechtes Planen und Bauen entstehen, wie es sie in Wien gibt.

Originalzitat anzeigen (Seite 22)
„Bei Projekten werden wir Gender-Mainstreaming grundsätzlich als Standard für die Planung und Vergabe verankern“
Seite 22 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Geschlechtergerechtigkeit wird als verbindlicher Maßstab der Stadtplanung ausgebaut und institutionell verankert, was eine Gleichstellungspolitik schrittweise erweitert.

Frauen und Kinder besser vor Gewalt schützen

Die SPD will Frauen und Kinder stärker vor Gewalt schützen. Die Polizei soll Hochrisikofälle mit standardisierten Analysen früh erkennen, und Frauenhäuser, Schutzwohnungen und Gewaltschutzambulanzen sollen in der ganzen Stadt ausgebaut werden.

Die SPD will Frauen und Kinder besser vor Gewalt schützen. Die Polizei soll gefährliche Fälle früher erkennen. Es soll mehr Frauenhäuser und Schutz-Wohnungen geben. Das Geld für diese Orte soll länger sicher sein.

Die Istanbul-Konvention, ein europäisches Abkommen gegen Gewalt an Frauen, soll umgesetzt werden. Schutzeinrichtungen sollen statt über Projektzuwendungen über eine längerfristige Trägerfinanzierung gesichert werden. Krankenkassen sollen die Kosten der vertraulichen Spurensicherung tragen. Im Bund setzt sich die SPD dafür ein, dass Gewaltschutz Vorrang vor dem Umgangsrecht eines gewalttätigen Elternteils erhält. Eine unabhängige Stelle gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen soll entstehen. Für mehr Sicherheit im öffentlichen Raum nennt das Programm beleuchtete Haltestellen, besetzte Bahnhöfe, mehr BVG-Streifen und ein Heimwegtelefon.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Frauen wollen wir besser vor geschlechtsspezifischer Gewalt und vor Femiziden schützen. Wir führen systematische Risikoanalysen bei der Polizei ein.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr Schutzeinrichtungen und deren dauerhafte Finanzierung erweitern öffentliche Leistungen.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Polizeiliche Risikoanalysen und mehr Streifen im Nahverkehr erweitern die Sicherheitsmaßnahmen schrittweise.

  • Gesellschafteher progressiv

    Der Ausbau des Schutzes vor geschlechtsspezifischer Gewalt, auch für queere Menschen, stärkt Gleichstellung und Selbstbestimmung schrittweise.

Schwangerschaftsabbruch entkriminalisieren

Die SPD will, dass Berlin im Bundesrat auf eine neue gesetzliche Regelung des Schwangerschaftsabbruchs hinwirkt, die ihn nicht mehr unter Strafe stellt. Außerdem soll das Förderprogramm für Kinderwunschbehandlungen wieder starten und allen Familienmodellen offenstehen.

Ein Schwangerschafts-Abbruch ist heute im Strafrecht geregelt. Die SPD will das ändern. Berlin soll sich im Bundesrat dafür einsetzen. Paare mit Kinder-Wunsch sollen wieder Geld für eine Behandlung bekommen.

Die Neuregelung soll nach dem Programm entkriminalisierend und frei von Diskriminierung sein. Das Förderprogramm Assistierte Reproduktion richtet sich an Paare, deren Kinderwunsch unerfüllt bleibt. Bei der Neuauflage sollen alle Familienmodelle einbezogen werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„entkriminalisierende, diskriminierungsfreie, gesetzliche Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs einsetzen“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Der Schwangerschaftsabbruch soll aus dem Strafrecht genommen und die Kinderwunschförderung für alle Familienmodelle geöffnet werden, was die Rechtslage grundlegend in Richtung Selbstbestimmung ändert.

Diskriminierung und Mobbing an Schulen bekämpfen

Die SPD will an jeder Schule ein Anti-Mobbing-Team einrichten und Lehrpläne sowie Lernmaterial mit Blick auf Queerness, Rassismus und Kolonialismus überarbeiten. Geflüchtete Kinder sollen an Regelschulen lernen. Eine unabhängige Beschwerdestelle für Schulen und Kitas soll beim Parlament entstehen.

Jede Schule soll ein Team gegen Mobbing bekommen. Lehrpläne und Schul-Bücher sollen überarbeitet werden. Sie sollen niemanden benachteiligen. Geflüchtete Kinder sollen in normale Schulen gehen. Es soll eine unabhängige Stelle für Beschwerden geben.

Multiprofessionelle Teams sollen wachsen, etwa durch mehr Stellen für Schulsozialarbeit, Schulpsychologie, pädagogische Unterrichtshilfen und Erzieherinnen und Erzieher. Geflüchtete Kinder sollen spätestens nach einem Jahr in Regelklassen wechseln. Fortbildungen zu Diskriminierung, Rassismus und Postkolonialismus sollen gestärkt werden. In die Ausbildung pädagogischer Fachkräfte sollen verpflichtende diskriminierungskritische Module aufgenommen werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Deshalb setzen wir uns für eine queer-, rassismus- und kolonialsensible Überarbeitung von Rahmenlehrplan, Schulcurricula sowie Lehr- und Lernmaterialien ein.“
Seite 41 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Lehrpläne und Ausbildung sollen stärker auf Vielfalt und Antidiskriminierung ausgerichtet werden, was den heutigen Stand schrittweise in progressive Richtung verschiebt.

  • Migrationeher offen

    Geflüchtete Kinder sollen an Regelschulen lernen und binnen eines Jahres in Regelklassen wechseln, was ihre Integration und Teilhabe stärkt.

Paritätsgesetz für das Abgeordnetenhaus einführen

Die SPD will ein Paritätsgesetz für Berlin, damit im Landesparlament gleich viele Frauen wie Männer sitzen. Auch Menschen mit diversem oder gestrichenem Geschlechtseintrag sollen berücksichtigt werden. Im Bundesrat will sie sich für ein paritätisches Wahlrecht einsetzen.

Die SPD will ein neues Gesetz für Berlin. Im Berliner Parlament sollen gleich viele Frauen und Männer sitzen. Das Gesetz soll auch an diverse Menschen denken. Die SPD will das auch für ganz Deutschland erreichen.

Begründet wird das Vorhaben mit gleichen Chancen für alle Geschlechter in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Auf Bundesebene will die SPD Druck für eine entsprechende Regelung machen und im Bundesrat eine paritätische Reform des Wahlrechts anstoßen. Wo sie selbst Posten vergibt – im Senat, in der Fraktion, in Verwaltung, Landesunternehmen und Aufsichtsräten –, will sie Frauen und Männer zu gleichen Teilen berücksichtigen.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Deshalb führen wir ein Berliner Paritätsgesetz ein. Frauen und Männer sollen im Abgeordnetenhaus künftig gleich stark vertreten sein.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftdeutlich progressiv

    Ein gesetzlicher Zwang zur gleichen Vertretung der Geschlechter im Parlament besteht heute nicht und würde neu eingeführt.

Landesgleichstellungsgesetz modernisieren und erweitern

Die SPD will das Landesgleichstellungsgesetz überarbeiten und auf trans, inter und nicht-binäre Menschen ausdehnen. Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte sollen mehr Rechte bekommen. Einrichtungen und Projekte für Frauen sollen abgesichert und nach Bedarf finanziert werden.

Berlin hat ein Gesetz für die Gleichstellung von Frauen. Die SPD will dieses Gesetz erneuern. Es soll auch für trans, inter und nicht-binäre Menschen gelten. Die Beauftragten für Frauen sollen mehr Rechte bekommen. Projekte für Frauen sollen genug Geld erhalten.

Das gleichstellungspolitische Rahmenprogramm und der Frauenpolitische Beirat sollen ausgebaut werden. Das Gender Budgeting, also die Prüfung des Landeshaushalts auf seine Wirkung für die Geschlechter, wird fortgesetzt. Intersektionale Gleichstellungspolitik soll als Querschnittsaufgabe in allen Gesetzen stehen. Die überwiegend gemeinnützigen Vereine der Fraueninfrastruktur zählt die SPD zur Daseinsvorsorge und will sie als Gegengewicht zu Antifeminismus stärken. Bei Zuwendungen und Vergaben soll gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit gelten.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Dafür passen wir das Landesgleichstellungsgesetz an neue Herausforderungen an und ergänzen seine Zuständigkeit um trans*, inter* und nicht-binäre Personen.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Das bestehende Gleichstellungsrecht soll auf weitere Geschlechtsidentitäten ausgedehnt und die Gleichstellungsarbeit ausgebaut werden.

Schutz vor Diskriminierung in der Verwaltung ausbauen

Die SPD will die Ombudsstelle nach dem Landesantidiskriminierungsgesetz stärken und alle Maßnahmen gegen Diskriminierung in einem Landeskonzept bündeln. Eine unabhängige Beauftragte soll das koordinieren. Aus Sicht des Programms soll die Verwaltung beim Schutz der Vielfalt vorangehen.

Berlin hat ein Gesetz gegen Diskriminierung durch Behörden. Eine Stelle hilft Betroffenen. Die SPD will dieser Stelle mehr Rechte geben. Ein gemeinsamer Plan soll alle Maßnahmen verbinden. Beschäftigte der Verwaltung sollen Schulungen bekommen.

Die Ombudsstelle soll selbst tätig werden und befragen dürfen sowie berichten müssen; für Schulen kommt eine unabhängige Beschwerdestelle hinzu. Neue Gesetze sollen auf Vereinbarkeit mit LADG und LGBG geprüft werden. Geplant sind mehr Beratungsstellen, eine Leitstelle Diversity und verbindliche Schulungen für Beschäftigte. Die SPD unterstützt geschlechterinklusive Verwaltungssprache und lehnt ein Verbot von Sonderzeichen ab; KI-Systeme sollen niemanden benachteiligen. Das Landesprogramm für Demokratie und Vielfalt soll wachsen und in einem Demokratiefördergesetz stehen. Für konfessionsfreie Menschen strebt sie humanistische Seelsorge in Kliniken, Justiz, Polizei und Feuerwehr an.

Originalzitat anzeigen (Seite 48)
„Die Ombudsstelle des Landesantidiskriminierungsgesetzes (LADG) statten wir deshalb mit mehr Rechten aus.“
Seite 48 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Bestehende Strukturen gegen Diskriminierung sollen mehr Befugnisse erhalten, und geschlechterinklusive Sprache wird gegen ein Verbot verteidigt.

Queere Rechte, Schutzräume und Sicherheit ausbauen

Die SPD will den LSBTIQ+-Aktionsplan von 2023 umsetzen, weiterentwickeln und finanziell absichern. Im Grundgesetz soll Diskriminierung wegen der sexuellen Orientierung ausdrücklich verboten werden. Im Bund will sie das Selbstbestimmungsgesetz verteidigen und Regenbogenfamilien gleichstellen.

Die SPD will queere Menschen besser schützen. Queer heißt zum Beispiel lesbisch, schwul oder trans. Jeder Bezirk soll eine Person als Queer-Beauftragte bekommen. Es soll mehr sichere Orte und Schutz-Wohnungen geben. Das Grundgesetz soll Diskriminierung wegen der Liebe verbieten.

In allen Bezirken sollen Queerbeauftragte arbeiten; das Regenbogennetzwerk der Verwaltung wird ausgebaut, und Transitionsrichtlinien sollen trans, inter und nicht-binären Landesbeschäftigten helfen. Queere Jugendzentren, Regenbogenfamilienzentren, Anlaufstellen sowie Schutzwohnungen und Notunterkünfte sollen gesichert und erweitert werden. Queere Perspektiven in Bildung, Jugend und Familie will die SPD gesetzlich verankern, samt Jugendforum und Fortbildungen. Ein Landeskonzept soll queere Orte schützen, ein Fonds angegriffenen Orten unkompliziert helfen. Die Landesstrategie für queere Sicherheit soll umgesetzt und angemessen ausgestattet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Wir kämpfen für die Erweiterung von Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes. Diskriminierung aufgrund sexueller Orientierung muss dort ausdrücklich verboten sein.“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Bestehende queerpolitische Programme sollen ausgebaut, das Selbstbestimmungsgesetz verteidigt und der Diskriminierungsschutz im Grundgesetz erweitert werden.

Was sagen die anderen Parteien zu Gleichstellung und Vielfalt?

Alle Programme in Berlin im Vergleich