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parteiprogramm

SPD zur inneren Sicherheit

Aus dem Programm „Wahlprogramm Abgeordnetenhauswahl 2026“

Abgeordnetenhauswahl Berlin 2026, 20. September 2026Original-PDF, 66 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Innere Sicherheit

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheitausgewogen (+0,2), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Bürgerrechte zuerst, 1 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 4 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 2 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Landessicherheitsrat einsetzen, kritische Infrastruktur schützen

Die SPD will einen Landessicherheitsrat schaffen, der Sicherheitsstrategien über Ressortgrenzen hinweg koordiniert. Eine umfassende Strategie soll kritische Infrastruktur schützen und Berlin in Krisen handlungsfähig halten. Auch in Katastrophen- und Bevölkerungsschutz soll investiert werden.

Die SPD will ein neues Gremium für Sicherheit in Berlin. Es heißt Landes-Sicherheitsrat. Dort arbeiten alle zuständigen Stellen zusammen. Berlin soll Strom, Wasser und Wärme besser schützen. Die Stadt soll Gefahren früh erkennen können.

Der Rat soll nach dem Vorbild des Nationalen Sicherheitsrats arbeiten und auch die Abstimmung mit Bundesregierung und anderen Ländern verbessern. Investiert werden soll in Technik, Schutzmaßnahmen und dezentrale Versorgung; Betreiber kritischer Infrastruktur erhalten Unterstützung bei der Vorsorge. Das Lagebild Berlin soll zu einem Echtzeit-System für Strom, Wasser und Wärme werden. Zudem will die SPD in Berlin die Forschung zu Kriminologie und Sicherheitspolitik stärken und setzt nach eigener Aussage auf Prävention vor Härte.

Originalzitat anzeigen (Seite 29)
„Analog zum Nationalen Sicherheitsrat der Bundesregierung setzen wir in Berlin einen Landessicherheitsrat ein, um die Entwicklung und Umsetzung von Sicherheitsstrategien zu koordinieren.“
Seite 29 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Ein neues Koordinierungsgremium und mehr Investitionen in den Schutz von Infrastruktur bauen die staatliche Sicherheitsvorsorge schrittweise aus.

Katastrophenschutz und Krisenmanagement neu ordnen

Die SPD will den Katastrophenschutz in Berlin besser aufstellen und ein einheitliches System für das Krisenmanagement schaffen. Wer in einer Krise führt, soll per Gesetz festgelegt werden. Außerdem sollen zivile Verteidigung und der Schutz vor Cyberangriffen gestärkt werden.

Die SPD will Berlin besser auf Krisen vorbereiten. Alle Behörden sollen nach dem gleichen System arbeiten. Ein Gesetz soll regeln, wer in einer Krise entscheidet. Auch vor Angriffen aus dem Internet soll Berlin besser geschützt sein.

Krisenstäbe sollen feste Mitglieder haben und regelmäßig üben. Informationen in Krisen soll es auch in Leichter Sprache und in Deutscher Gebärdensprache geben. Die Finanzierung soll so bemessen sein, dass auch mehrere gleichzeitige oder lang andauernde Lagen zu bewältigen sind. Bei der Cybersicherheit will die SPD enger mit europäischen Partnern zusammenarbeiten, um kritische Infrastruktur und Wissenschaftseinrichtungen vor KI-gestützten Angriffen und Desinformation zu schützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„führen ein landeseinheitliches Krisenmanagementsystem ein, das für alle Katastrophenschutzbehörden gilt“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Der Ausbau von Katastrophenschutz, ziviler Verteidigung und Cyberabwehr stärkt die staatlichen Sicherheitsstrukturen schrittweise.

  • Europaeher mehr EU

    Die Cybersicherheit soll stärker in europäischer Zusammenarbeit organisiert werden.

Wirtschafts- und organisierte Kriminalität stärker verfolgen

Die SPD will Polizei und Staatsanwaltschaft im Vorgehen gegen Wirtschaftskriminalität und organisierte Kriminalität stärken. Vermögen aus Straftaten soll eingezogen werden. Auch Hasskriminalität und Gewalt gegen Frauen sollen stärker verfolgt werden.

Die SPD will mehr gegen Kriminalität tun. Polizei und Staatsanwälte sollen stärker gegen Geldwäsche und Korruption vorgehen. Geld aus Straftaten soll der Staat einziehen. Auch Banden und Hass-Taten will die SPD stärker bekämpfen.

Genannt werden Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit und Korruption sowie Banden- und Cyberkriminalität. Spezialisierte Ermittlungseinheiten bei Polizei und Staatsanwaltschaft sollen gestärkt werden, etwa gegen Schutzgelderpressung, Arbeitsausbeutung und Zwangsprostitution. Betroffene sollen besseren Schutz und mehr Beratung bekommen. Bei Gewalt gegen Frauen und queerfeindlichen Übergriffen will die SPD Beratungsstellen stärken und mehr Taten aufklären. Zudem soll Berlin ein führender Standort für kriminologische Forschung werden, mit regelmäßiger Dunkelfeldforschung.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Wir verstärken gezielt die Arbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft gegen Wirtschaftskriminalität wie Geldwäsche, Steuerhinterziehung, Schwarzarbeit und Korruption.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Mehr Strafverfolgung, gestärkte Ermittlungseinheiten und Vermögensabschöpfung bauen die Arbeit der Sicherheitsbehörden im bestehenden Rahmen aus.

Polizeibefugnisse begrenzen und Palantir ablehnen

Die SPD will, dass staatliche Eingriffe verhältnismäßig bleiben. Kontrollen ohne konkreten Verdacht sollen eingeschränkt werden, Waffen- und Messerverbotszonen die Ausnahme sein. Software von Herstellern wie Palantir lehnt die Partei für Berlin ab.

Die SPD will die Freiheits-Rechte der Menschen schützen. Die Polizei soll Menschen seltener ohne Verdacht kontrollieren. Verbots-Zonen für Messer und Waffen sollen selten bleiben. Die Software der Firma Palantir soll Berlin nicht benutzen.

Das Verbot von Racial Profiling soll bestehen bleiben, und das Parlament soll regelmäßig prüfen, welche Orte als kriminalitätsbelastet gelten. Die Berliner Deeskalationsstrategie bei Versammlungen will die SPD beibehalten und die Arbeit der Presse bei Demonstrationen sichern. Der Einsatz von KI soll im Einzelfall geprüft und regelmäßig ausgewertet werden, unter Beteiligung von Zivilgesellschaft und Bürgerrechtsorganisationen. Für automatisierte Auswertungen großer Datenmengen strebt die Partei eine europäische Lösung an. Im Bund will sie die Rechte des Polizei- und Bürgerbeauftragten im Strafprozess stärken und das Zeugnisverweigerungsrecht für Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter ausweiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Verdachtsunabhängige Kontrollen wollen wir räumlich und in ihrem Anwendungsbereich auf das notwendige Minimum beschränken.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Bürgerrechte zuerst

    Verdachtsunabhängige Kontrollen und Verbotszonen sollen eingeschränkt und bestimmte Analysesoftware ausgeschlossen werden, was Bürgerrechten schrittweise Vorrang gibt.

  • Europaeher mehr EU

    Für die automatisierte Datenauswertung wird eine gemeinsame europäische Lösung angestrebt.

Polizei und Feuerwehr modernisieren und bürgernäher machen

Die SPD will Wachen von Polizei und Feuerwehr mit einem eigenen Investitionsprogramm sanieren und die Ausrüstung erneuern. Die Polizei soll enger mit Nachbarschaften und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten und mit mehr Streifen präsent sein.

Die SPD will Gebäude von Polizei und Feuerwehr reparieren. Dafür soll es ein eigenes Geld-Programm geben. Die Polizei soll öfter zu Fuß und mit dem Rad unterwegs sein. Sie soll enger mit den Menschen im Kiez zusammenarbeiten.

Streifen zu Fuß und mit dem Fahrrad sollen stadtweit zunehmen, und auf U- und S-Bahnhöfen soll häufiger Sicherheitspersonal stehen. Geplant sind ein Modellprojekt für Drohnen zur Erstaufklärung und ein digitales „Community Policing“ für junge Menschen. In Aus- und Fortbildung soll die Polizei stärker für Rassismus, Queerfeindlichkeit und geschlechtsspezifische Gewalt sensibilisiert werden. Für Menschen in psychischen Krisen sollen Polizei, Sozialpädagogik und sozialpsychiatrische Dienste vernetzt werden; das Sozialmedizinische Akutteam der Feuerwehr soll dauerhaft bleiben. Jedes Kind soll bis zum Schulabschluss mindestens einmal Polizei und Feuerwehr in Kita oder Schule kennenlernen.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Für die Sanierung von Wachen und Wehren legen wir ein Sonderinvestitionsprogramm nach Vorbild der Schulbauoffensive auf.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein zusätzliches öffentliches Investitionsprogramm für Wachen bedeutet mehr staatliche Ausgaben.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Mehr Streifen, mehr Sicherheitspersonal auf Bahnhöfen und ein Drohnenprojekt erhöhen die Präsenz der Sicherheitskräfte schrittweise.

Gewaltprävention per Gesetz absichern

Die SPD will ein Gewaltpräventionsgesetz schaffen, das Vorbeugung gegen Gewalt verbindlich regelt und auf Dauer finanziert. Programme zur gewaltfreien Lösung von Konflikten in den Kiezen sollen gefördert werden.

Die SPD will Gewalt verhindern, bevor sie entsteht. Dafür soll es ein eigenes Gesetz geben. Das Gesetz soll das Geld für diese Arbeit dauerhaft sichern. Projekte in den Kiezen sollen Hilfe bekommen.

Schwerpunkte sind geschlechtsspezifische Projekte, etwa gegen häusliche Gewalt, sowie Vorhaben gegen Waffen- und Messergewalt. Die Präventionsräte der Bezirke sollen mehr Personal erhalten. Besonders beachtet werden soll Gewalt gegen Menschen mit Behinderungen.

Originalzitat anzeigen (Seite 31)
„Ein Gewaltpräventionsgesetz soll Prävention, bezirkliche Strukturen und ressortübergreifende Zusammenarbeit verbindlich regeln und dauerhaft finanzieren.“
Seite 31 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Prävention soll zur gesetzlich gesicherten, dauerhaft finanzierten öffentlichen Aufgabe werden.

Ersatzfreiheitsstrafen ersetzen, Schwarzfahren entkriminalisieren

Die SPD will Ersatzfreiheitsstrafen nach und nach durch soziale Arbeit ablösen, weil diese Haft aus ihrer Sicht oft ärmere Menschen trifft. Im Bund setzt sie sich dafür ein, dass Fahren ohne Fahrschein keine Straftat mehr ist. Der Strafvollzug soll Sicherheit und Wiedereingliederung verbinden.

Wer eine Geld-Strafe nicht zahlt, muss heute oft ins Gefängnis. Die SPD will das ändern. Diese Menschen sollen stattdessen soziale Arbeit leisten. Fahren ohne Ticket soll keine Straftat mehr sein.

Eine Ersatzfreiheitsstrafe ist Haft für Menschen, die eine Geldstrafe nicht bezahlen. Ausbildung, Arbeit und Täter-Opfer-Ausgleich im Vollzug sollen gestärkt werden. Intensivtäter sollen im geschlossenen Vollzug bleiben, und Radikalisierung in der Haft soll unterbunden werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Ersatzfreiheitsstrafen, die oft sozial Schwächere treffen, ersetzen wir schrittweise durch soziale Arbeit.“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheitdeutlich Bürgerrechte zuerst

    Ein Straftatbestand soll wegfallen und eine Form der Haft durch soziale Arbeit ersetzt werden, was das Strafrecht grundlegend mildert.

Was sagen die anderen Parteien zur inneren Sicherheit?

Alle Programme in Berlin im Vergleich