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Grüne zu Migration und Integration

Aus dem Programm „Nur mit Grün wird Zukunft draus. Wahlprogramm zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 100 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Migrationeher offen (-1), aus 9 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich offen, 7 eher offen, 1 ausgewogen, 0 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Aufnahmeprogramme für gefährdete Frauen und Queere verstetigen

Die Grünen wollen, dass Sachsen-Anhalt Schutzprogramme für gefährdete Frauen und queere Menschen aus Iran und Afghanistan aktiv unterstützt. Landesaufnahmeprogramme sollen dauerhaft fortgeführt werden. Außerdem soll der Schutz auch für Betroffene transnationaler Repression gelten.

Frauen und queere Menschen sind in Iran und Afghanistan in Gefahr. Die Grünen wollen, dass Sachsen-Anhalt Schutz-Programme für sie unterstützt. Das Land soll eigene Aufnahme-Programme dauerhaft behalten. Auch Menschen, die ein fremder Staat hier verfolgt, sollen Schutz bekommen.

Das Land soll sich an Schutzprogrammen für bedrohte Frauen und queere Personen aus den beiden Ländern beteiligen. Eigene Aufnahmeprogramme des Landes sollen auf Dauer bestehen bleiben. Das Schutzversprechen wird ausdrücklich auf Menschen erweitert, die von transnationaler Repression betroffen sind, also von Verfolgung durch ausländische Staaten über Grenzen hinweg.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Zudem setzen wir uns insbesondere dafür ein, dass Sachsen-Anhalt Schutzprogramme für“
Seite 44 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Landesaufnahmeprogramme sollen dauerhaft fortgeführt und Schutzprogramme für Menschen aus Iran und Afghanistan unterstützt werden, was die Aufnahme Schutzsuchender ausbaut.

Zugewanderte Kinder schnell in Regelklassen aufnehmen

Die Grünen wollen, dass für alle Kinder mit Migrationshintergrund sofort die Schulpflicht gilt und sie rasch in reguläre Klassen kommen. Dafür soll es mehr Lehrkräfte für Deutsch als Zweitsprache geben.

Zugewanderte Kinder sollen sofort zur Schule gehen. Sie sollen schnell in normale Klassen kommen. Dafür soll es mehr Lehrkräfte für Deutsch geben. Eltern sollen Infos in ihrer Sprache bekommen.

Schulen mit vielen Kindern ohne ausreichende Deutschkenntnisse sollen eine festgelegte Quote an DaZ-Lehrkräften erhalten. Sprach- und Kulturmittler sollen die Verständigung zwischen Schule, Kindern und Eltern erleichtern. Mehrsprachige Beratung und Information soll Eltern mit Flucht- oder Migrationsgeschichte helfen, sich am Schulleben zu beteiligen.

Originalzitat anzeigen (Seite 63)
„wie möglich in Regelklassen integriert werden.“
Seite 63 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Sofortige Schulpflicht, mehr Sprachlehrkräfte und mehrsprachige Angebote erweitern Rechte und Integrationsangebote für Zugewanderte.

Willkommenskultur und Ankommenszentren schaffen

Die Grünen wollen, dass Zugewanderte vom ersten Tag an Informationen, Beratung und Teilhabe bekommen, und planen dafür flächendeckend kommunale oder regionale Ankommenszentren. Zuwanderung gilt dem Programm als Notwendigkeit und Bereicherung; sie soll aktiv gesteuert werden, um Fachkräfte zu gewinnen.

Die Grünen wollen neue Zuwanderer gut aufnehmen. Sie sollen von Anfang an Infos und Beratung bekommen. Überall soll es Ankommens-Zentren geben. Dort gibt es alle wichtigen Hilfen an einem Ort. Die Grünen sagen: Das Land braucht Zuwanderung für Fachkräfte.

Geplant sind digitale und gedruckte Willkommenspakete in mehreren Sprachen zu Wohnen, Gesundheit, Schule, Arbeit, Beratung und Teilhabe. Die Ankommenszentren sollen Beratung, Ausländerbehörde, Jobcenter, Sprachkursberatung, Ehrenamtsvermittlung, psychosoziale Hilfe, Kinderbetreuung und Rechtsberatung bündeln. Verfahren sollen schneller werden. Die Zuwanderungspolitik soll auf die alternde Gesellschaft reagieren und die wirtschaftliche und soziale Stabilität sichern. Unterkünfte sollen sauber und gut angebunden sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 77)
„Wir wollen in Sachsen-Anhalt eine echte Willkommens- und Ankommenskultur schaffen.“
Seite 77 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Zuwanderung soll aktiv gefördert und die Unterstützung für Neuankommende ausgebaut werden, was den heutigen Stand schrittweise in Richtung Offenheit verschiebt.

Aufnahmeverfahren beschleunigen, Ausländerbehörden zu Migrationszentren umbauen

Die Grünen wollen Verfahren in Ausländerbehörden, Jobcentern, Sozialämtern und Aufnahmeeinrichtungen schneller, digitaler und besser abgestimmt machen. Die Ausländerbehörden sollen besser ausgestattet und zu Migrationszentren weiterentwickelt werden, die Integration unterstützen.

Die Grünen wollen schnellere Verfahren für Zugewanderte. Die Ämter sollen digital arbeiten und sich besser abstimmen. Die Ausländer-Behörden sollen mehr Mittel bekommen. Sie sollen den Menschen bei der Integration helfen.

Nach dem Programm schaden lange Wartezeiten, fehlende Transparenz und Unsicherheit dem Vertrauen in den Staat. Menschen sollen rasch Klarheit über ihren Status und ihre Perspektiven erhalten, um ihr Leben planen zu können. Die Beschäftigten der Ausländerbehörden sollen stärker auf Integration ausgerichtet arbeiten, etwa indem sie häufiger Ausbildungsduldungen erteilen. Wo es möglich ist, sollen Geflüchtete zügig in private Wohnungen vermittelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 78)
„Schnelle Verfahren und verlässliche Strukturen in der Aufnahme“
Seite 78 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Ausländerbehörden sollen stärker auf Integration ausgerichtet werden und mehr Ausbildungsduldungen erteilen, was den Aufenthalt schrittweise erleichtert.

Sprachkurse ab dem ersten Tag, Teilnahme verpflichtend

Die Grünen wollen, dass Zugewanderte vom ersten Tag an Sprachkurse besuchen können, unabhängig von Anerkennung oder laufenden Verwaltungsverfahren. Das Land soll einen verlässlichen Sprachunterricht überall garantieren; die Teilnahme soll Pflicht sein und notfalls durchgesetzt werden.

Die Grünen wollen Sprachkurse ab dem ersten Tag. Niemand soll erst auf eine Entscheidung vom Amt warten müssen. Das Land soll überall Kurse anbieten. Alle müssen an den Kursen teilnehmen.

Das Programm bezeichnet Sprache als Schlüssel zu Arbeit, Bildung und Alltag. Vorgesehen sind flexible Kursformen, Angebote neben dem Beruf, Kinderbetreuung und Kurse in der Nähe des Wohnorts. Die Pflicht zur Teilnahme begründet das Programm damit, dass alle die Chancen der Integration nutzen können sollen. Zugleich soll der Spracherwerb durch Teilhabe an Arbeit, Bildung, Nachbarschaft und Engagement gefördert werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 78)
„Zugang zu Sprache ab Tag eins, nicht erst nach Monaten“
Seite 78 im Original

Einordnung

  • Migrationausgewogen

    Der Punkt öffnet Sprachkurse sofort für alle Zugewanderten, verbindet das aber mit einer durchsetzbaren Teilnahmepflicht.

Frühen Zugang zum Arbeitsmarkt für Zugewanderte öffnen

Die Grünen wollen Zugewanderten möglichst früh den Weg zu Jobs, Praktika, Qualifizierung und Anerkennungsberatung öffnen. Die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse soll schneller und digitaler werden. Das Programm sieht Arbeit als stärksten Antrieb für Integration.

Die Grünen wollen, dass Zugewanderte früh arbeiten dürfen. Sie sollen schnell Jobs, Praktika und Beratung bekommen. Abschlüsse aus dem Ausland sollen schneller anerkannt werden. Die Grünen sagen: Arbeit hilft am meisten bei der Integration.

Nach einer Überprüfung der heutigen Anerkennungsverfahren sollen bürokratische Hürden wegfallen und feste Zielwerte für die Bearbeitungsdauer von Anträgen gelten. Förderprogramme und Hilfsangebote zur Integration in den Arbeitsmarkt sollen dauerhaft bestehen und nach Bedarf weiterentwickelt werden. Die Verwaltung soll den sogenannten Spurwechsel, also den Wechsel aus dem Asylverfahren in einen Aufenthalt zur Erwerbstätigkeit, aktiv nutzen und fördern.

Originalzitat anzeigen (Seite 78)
„Arbeitsmarktintegration früh ermöglichen, ohne unnötige Hürden“
Seite 78 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Früherer Arbeitsmarktzugang, schnellere Anerkennung und aktiv genutzter Spurwechsel erleichtern Aufenthalt und Integration gegenüber heute.

Bezahlkarte für Geflüchtete abschaffen

Die Grünen fordern, die Bezahlkarte abzuschaffen, die das Programm als diskriminierend bewertet. Sozialleistungen sollen für alle gleichermaßen als Geld ausgezahlt werden.

Die Grünen wollen die Bezahlkarte abschaffen. Geflüchtete bekommen ihre Hilfe heute oft auf diese Karte. Die Grünen finden das ungerecht. Alle sollen ihre Hilfe als Geld bekommen.

Das Programm nennt die Bezahlkarte eine diskriminierende Praxis, die endgültig enden soll. Leistungen sollen ohne Unterschied als Geldleistung fließen. Begründet wird das damit, dass jeder Mensch frei über seine Mittel entscheiden können soll.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„Wir fordern die Abschaffung der Bezahlkarte“
Seite 79 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich offen

    Die bestehende Bezahlkarte soll vollständig entfallen und durch Geldleistungen ersetzt werden, was eine heutige Einschränkung für Asylsuchende aufhebt.

Teilhabe und migrantische Organisationen dauerhaft fördern

Die Grünen wollen Vereine, Initiativen, Migrantenorganisationen, Patenschaften und Ehrenamt in der Integrationsarbeit langfristig fördern und in kommunale Konzepte einbinden. Zugewanderte sollen früh Zugang zu Sport, Kultur, Ehrenamt und politischer Bildung bekommen.

Die Grünen wollen Vereine und Gruppen fördern, die Zugewanderten helfen. Das Geld soll für lange Zeit sicher sein. Zugewanderte sollen früh bei Sport und Kultur mitmachen können. Lotsen sollen sie begleiten.

Die Integrationsarbeit soll durch Mentorinnen und Mentoren sowie Integrationslotsinnen und -lotsen ausgebaut werden; dafür regt das Programm ein eigenes Landesprogramm beim Sozialministerium an. Gremien, in denen Menschen mit Migrationsgeschichte sich selbst vertreten, sollen gefördert und regelmäßig in die Landespolitik einbezogen werden. Teilhabe versteht das Programm als Antrieb gelingender Integration und als demokratisches Versprechen gleicher Chancen.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„Wir setzen gezielt auf den Ausbau der Integrationsarbeit“
Seite 79 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Mehr Förderung für Integrationsarbeit und Mitsprache von Menschen mit Migrationsgeschichte baut die Teilhabe Zugewanderter schrittweise aus.

Zentrale Anlaufstelle für internationale Fachkräfte schaffen

Die Grünen wollen eine One-Stop-Agency für internationale Fachkräfte, Personal in Mangelberufen und Gründende einrichten. Sie soll Behördenwege bündeln und internationale Talente langfristig im Land halten.

Die Grünen wollen eine zentrale Stelle für Fachkräfte aus dem Ausland. Dort bekommen sie alle Hilfen an einem Ort. Sie sollen leichter Arbeit finden und Deutsch lernen. So sollen sie lange im Land bleiben.

Nach Darstellung des Programms fehlen bisher gezielte Angebote, um internationale Fachkräfte dauerhaft zu binden. Die Agentur soll bürokratische Abläufe zusammenführen, Orientierung bieten und den Weg zu Arbeit, Sprache und Gesellschaft erleichtern. Ergänzend setzt die Partei auf Qualifizierung und Weiterbildung in Mangelberufen.

Originalzitat anzeigen (Seite 91)
„schaffen eine One-Stop-Agency“
Seite 91 im Original

Einordnung

  • Migrationeher offen

    Eine neue zentrale Stelle soll Zuwanderung von Fachkräften und deren Integration erleichtern, was den heutigen Stand schrittweise öffnet.

Was sagen die anderen Parteien zu Migration und Integration?

Alle Programme in Sachsen-Anhalt im Vergleich