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Grüne zu Demokratie und Staat

Aus dem Programm „Nur mit Grün wird Zukunft draus. Wahlprogramm zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Sachsen-Anhalt 2026, 6. September 2026Original-PDF, 100 SeitenAnalyse vom 3. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Demokratie und Staat

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-0,6), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 4 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 2 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Hürden für direkte Demokratie senken

Die Grünen wollen die Quoren für Bürgerentscheide und Bürgerbegehren auf Landesebene senken. Auch Bürgerinitiativen und Einwohneranträge sollen es leichter haben, und Kommunen sollen Bürgerentscheide neutral begleiten müssen.

Die Grünen wollen Abstimmungen der Bürger leichter machen. Heute braucht man dafür viele Unterschriften und Stimmen. Diese Zahlen sollen sinken. Gemeinden sollen sachlich über Abstimmungen informieren müssen.

Niedrigere Quoren sollen dafür sorgen, dass Anliegen aus der Bevölkerung tatsächlich zur Abstimmung kommen. Kommunen sollen verpflichtet werden, Bürgerentscheide neutral zu unterstützen, etwa durch klare Informationen, eine sachliche Darstellung und Erläuterungen zum Ablauf. Die Anforderungen an Bürgerinitiativen und Einwohneranträge sollen ebenfalls sinken.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Wir wollen die Hürden für Bürgerinitiativen und Einwohneranträge senken.“
Seite 36 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Bürgerräte und Beteiligung landesweit verankern

Die Grünen wollen Bürgerräte im ganzen Land einführen und Beteiligung zu einer festen Aufgabe der Kommunen machen. Beteiligung soll barrierefrei sein und auch Gruppen erreichen, die sonst selten gehört werden. Ein Lobbyregister des Landes soll politische Einflussnahme offenlegen.

Die Grünen wollen Bürger-Räte im ganzen Land. Dort beraten Bürger über wichtige Fragen und geben Empfehlungen. Alle Menschen sollen mitmachen können, auch mit wenig Zeit oder Geld. Ein Lobby-Register soll zeigen, wer die Politik beeinflusst.

Bürgerräte sollen Empfehlungen erarbeiten, die politische Entscheidungsträger berücksichtigen müssen. Frühzeitige und verständliche Beteiligung soll kommunaler Auftrag werden, etwa über Jugendparlamente, Beteiligungshaushalte und digitale Formate. Für barrierefreie Teilhabe nennt das Programm mehrsprachige Informationen, einfache Sprache, Kinderbetreuung bei Bürgerversammlungen sowie hybride Formate. Die Partei will gezielt auf unterrepräsentierte Gruppen zugehen, etwa Alleinerziehende, Erwerbslose oder Menschen mit Behinderung. Auf Landesebene soll ein Lobbyregister entstehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 36)
„Wir setzen uns dafür ein, Bürgerräte landesweit zu etablieren und sie als festen Bestandteil der Landes- und Kommunalpolitik zu integrieren.“
Seite 36 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Altersversorgung und Übergangsgeld der Abgeordneten reformieren

Die Grünen wollen die Altersbezüge von Abgeordneten in die gesetzliche Rentenversicherung überführen. Das Übergangsgeld nach dem Mandat soll höchstens ein Jahr fließen und mit anderen Einkommen verrechnet werden.

Die Grünen wollen die Versorgung von Abgeordneten ändern. Abgeordnete sollen in die normale Renten-Versicherung einzahlen. Nach dem Ende des Amts gibt es Übergangs-Geld. Das soll es höchstens ein Jahr lang geben.

Abgeordnete und das Land sollen sich nach dem Willen der Partei an der Finanzierung der Sozialsysteme beteiligen; dazu zählt auch der Einsatz für eine Bürgerversicherung. Einen vorzeitigen Bezug der Altersversorgung ohne Abschläge lehnen die Grünen ab. Auf das Übergangsgeld sollen sämtliche steuerpflichtigen Einkünfte angerechnet werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 38)
„Abgeordnetenversorgung reformieren“
Seite 38 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Abgeordnete sollen in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen und Sonderleistungen gekürzt werden, was die solidarischen Sozialsysteme verbreitert.

Justiz digitalisieren und personell stärken

Die Grünen wollen die Justiz digitalisieren und dafür Geld bereitstellen, damit Verfahren schneller werden. Gerichte und Staatsanwaltschaften sollen mehr Personal bekommen. Gegen Cyberkriminalität sollen spezialisierte Teams aufgebaut werden.

Die Grünen wollen die Gerichte moderner machen. Akten sollen digital sein und Verhandlungen auch per Video laufen. Gerichte und Staatsanwälte sollen mehr Personal bekommen. Fachleute sollen Straftaten im Internet besser verfolgen.

Geplant sind einheitliche Fachverfahren, sichere elektronische Akten, Verhandlungen per Video und barrierefreie Zugänge; die E-Akte soll Vorrang haben. Homeoffice und moderne IT sollen Justizberufe attraktiver machen, Richter und Staatsanwälte sollen angemessen bezahlt werden. Für Cyberkriminalität sind Fachpersonal, fachübergreifende Teams, IT-Fachleute, Schulungen und Abstimmung zwischen Bund und Ländern vorgesehen. Plattformen sollen strafbare Inhalte schneller entfernen; dazu soll der Digital Services Act der EU umgesetzt und vor Ort begleitet werden. Opferarbeit und spezialisierte Anlaufstellen sollen ausgebaut werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 46)
„digitale Akten, videobasierte Verhandlungen“
Seite 46 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Für Digitalisierung, mehr Personal und Besoldung in der Justiz sollen zusätzliche öffentliche Mittel fließen, was staatliche Leistungen ausbaut.

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Staatsanwaltschaften sollen für die Verfolgung von Cyberkriminalität gestärkt und Plattformen stärker zum Entfernen strafbarer Inhalte verpflichtet werden, was die Strafverfolgung schrittweise ausbaut.

Open-Data-Strategie und Informationsfreiheit einführen

Die Grünen wollen eine umfassende Open-Data-Strategie des Landes und digitale Informationsfreiheit. Politische Beschlüsse, Anträge und Satzungen sollen frei zugänglich sein. Das soll laut Programm Vertrauen schaffen und Kontrolle durch die Bürgerinnen und Bürger sowie wirtschaftliche Neuerungen ermöglichen.

Die Grünen wollen eine offene Verwaltung. Ämter sollen ihre Daten und Entscheidungen im Internet zeigen. Alle sollen Beschlüsse und Anträge lesen können. So können Bürger die Politik besser prüfen.

Transparenz versteht das Programm als aktive Haltung: Entscheidungen sollen begründet, Daten und Abläufe sichtbar sein. Die Verwaltung soll digitale Mittel nutzen, um verständlich mit den Menschen zu kommunizieren. Offenheit soll Beteiligung ermöglichen und Gerüchten, Misstrauen und Politikverdrossenheit vorbeugen.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„die ihre Daten und Entscheidungen für alle“
Seite 49 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

Landesverwaltung straffen und effizienter machen

Die Grünen wollen doppelte Strukturen in Landesbehörden abbauen und Zuständigkeiten klar regeln. Die Verwaltung soll stärker zweistufig aufgebaut werden. Als Zielgröße nennt das Programm 18,7 Vollzeitstellen je 1.000 Einwohner.

Die Grünen wollen die Landes-Verwaltung einfacher aufbauen. Ämter sollen keine Aufgaben doppelt machen. Es soll weniger Ebenen in der Verwaltung geben. Auf 1.000 Einwohner sollen 18,7 volle Stellen kommen.

Das Programm verlangt eine grundsätzliche Entscheidung über den Aufbau der Landesverwaltung. Ein landesweiter Plan zur Personalentwicklung soll bis 2035 reichen. Aufgaben und Effizienz sollen laufend überprüft werden. Ein Open-Data-Haushalt soll diese Überprüfung öffentlich nachvollziehbar machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 49)
„Wir setzen uns dafür ein, Doppelstrukturen in“
Seite 49 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Doppelstrukturen sollen abgebaut und der Personalbestand an einer festen Zielgröße ausgerichtet werden, was auf eine schlankere Verwaltung und Haushaltsdisziplin zielt.

Kinderrechte in die Landesverfassung aufnehmen

Die Grünen wollen neben den Schutzrechten auch die Beteiligungsrechte von Kindern in der Landesverfassung festschreiben. Eine Monitoringstelle soll überwachen, ob die Rechte eingehalten werden.

Die Grünen wollen mehr Rechte für Kinder in die Landes-Verfassung schreiben. Kinder sollen dort auch das Recht auf Mitsprache bekommen. Eine neue Stelle soll prüfen, ob das Land die Rechte einhält. In den Städten soll es Büros für Kinder-Rechte geben.

Sämtliche Rechte der UN-Kinderrechtskonvention sollen Verfassungsrang im Land erhalten. Die Monitoringstelle soll beim Landeskinderbeauftragten angesiedelt werden. Kinderrechtebüros in den Kommunen sollen Unterstützung bekommen. Das Programm begründet dies damit, dass Sachsen-Anhalt im Kinderrechteindex zu den Schlusslichtern unter den Ländern zähle.

Originalzitat anzeigen (Seite 55)
„Wir wollen die Beteiligungsrechte von Kindern in unserer Landesverfassung verankern.“
Seite 55 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Kinder sollen über die Schutzrechte hinaus eigene Mitspracherechte erhalten, was die Selbstbestimmung stärkt.

Ehrenamt erleichtern und Bildungszeitgesetz schaffen

Die Grünen wollen, dass sich ehrenamtliches Engagement besser mit dem Beruf verbinden lässt, und fordern dafür ein Bildungszeitgesetz für Sachsen-Anhalt. Freiwilligendienste sollen bekannter und attraktiver werden, unter anderem durch ein höheres Taschengeld.

Die Grünen wollen das Ehrenamt leichter machen. Ehrenamt heißt: Menschen helfen freiwillig und ohne Lohn. Ein neues Gesetz soll Beschäftigten Zeit für Weiterbildung geben. Wer einen Freiwilligen-Dienst macht, soll mehr Taschengeld bekommen.

Vorgesehen ist, Anrechnungsregeln zu prüfen, Bürokratie abzubauen und Kinderbetreuung für ehrenamtlich Tätige zu fördern. Das Bildungszeitgesetz soll Beschäftigten Rahmenbedingungen für ehrenamtliche, politische und berufliche Weiterbildung geben. Freiwilligenagenturen und Selbsthilfegruppen sollen Unterstützung erhalten. Bei den Freiwilligendiensten sollen Zugangshürden sinken und die Bedingungen für die Träger besser werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 74)
„bürokratische Hürden abbauen und Kinderbetreuungsangebote im Ehrenamt fördern. Dafür brauchen wir ein Bildungszeitgesetz“
Seite 74 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein gesetzlicher Rahmen für Bildungszeit und mehr Förderung des Engagements erweitern Ansprüche von Beschäftigten und öffentliche Leistungen schrittweise.

Landes-Demokratiefördergesetz schaffen

Die Grünen wollen ein Demokratiefördergesetz für Sachsen-Anhalt, das Projekte gegen Extremismus, Hass und Gewalt dauerhaft fördert und von kurzfristigen Haushaltsbeschlüssen unabhängig macht. Landesprogramme für Demokratie und politische Bildung sollen mehrjährig finanziert werden.

Die Grünen wollen ein neues Gesetz für die Demokratie. Projekte gegen Hass und Gewalt sollen dauerhaft Geld bekommen. Sie sollen für mehrere Jahre planen können. Die Landes-Zentrale für politische Bildung soll unabhängig sein.

Initiativen, Beratungsstellen und Präventionsprojekte sollen durch das Gesetz verlässlich abgesichert werden, damit sie ohne Existenzsorgen planen können. Landesprogramme für Demokratie, Beteiligung und politische Bildung sollen verstetigt werden, damit Projekte sich auf Inhalte statt auf kurzfristige Bewilligungen konzentrieren. Die Landeszentrale für politische Bildung soll ein eigenes Landesgesetz bekommen und direkt beim Landtag angesiedelt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 74)
„Ein solches Gesetz bietet die Möglichkeit, Projekte gegen Extremismus, Hass“
Seite 74 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Die Förderung zivilgesellschaftlicher Projekte soll gesetzlich und mehrjährig abgesichert werden, was dauerhafte öffentliche Ausgaben festschreibt.

  • Gesellschafteher progressiv

    Projekte gegen Hass und Extremismus sollen dauerhaft staatlich gefördert werden, was eine auf Vielfalt ausgerichtete Gesellschaftspolitik schrittweise stärkt.

Schutzkonzepte für bedrohte Engagierte entwickeln

Die Grünen wollen Schutzkonzepte für Ehrenamtliche und Initiativen entwickeln, die wegen ihres Einsatzes für die Demokratie von rechts bedroht werden. Im Blick sind vor allem Kommunen mit erhöhter rechter Gewalt.

Manche Menschen setzen sich für die Demokratie ein. Sie werden dafür von Rechten bedroht. Die Grünen wollen diese Menschen besser schützen. Sie sollen Beratung und Hilfe beim Recht bekommen.

Zu den Konzepten gehören Beratung zur Sicherheit, rechtliche Begleitung, staatliche Schutzmechanismen und feste Anlaufstellen in der Verwaltung. Das Programm begründet dies damit, dass Engagierte zunehmend Ziel rechter Bedrohungen werden. Wer sich für das Gemeinwohl einsetzt, soll nach Ansicht der Grünen auf staatlichen Schutz zählen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 75)
„Wir wollen Schutzkonzepte entwickeln, die Engagierte durch Sicherheitsberatung, rechtliche Begleitung, klare staatliche Schutzmechanismen und Ansprechstellen in der Verwaltung gezielt unterstützen.“
Seite 75 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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Alle Programme in Sachsen-Anhalt im Vergleich