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AfD zu Migration und Integration

Aus dem Programm „Heimat ist wählbar! Wahlprogramm der AfD Saarland zur Landtagswahl 2022“

Landtagswahl Saarland 2022, 27. März 2022Original-PDF, 102 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 0 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Migrationeher restriktiv (+1), aus 4 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 0 ausgewogen, 4 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Konsequent abschieben und Rückkehr vorbereiten

Die AfD fordert, abgelehnte Asylbewerber ohne Bleiberecht und straffällige Ausländer konsequent abzuschieben. Asyl versteht sie als zeitlich begrenzten Schutz, der keinen dauerhaften Aufenthalt begründet. Auch anerkannte Schutzsuchende sollen deshalb von Anfang an auf die Rückkehr vorbereitet werden.

Die AfD will mehr Menschen abschieben. Das gilt für abgelehnte Asyl-Bewerber und für Ausländer mit Straftaten. Asyl soll nur Schutz auf Zeit sein. Auch anerkannte Flüchtlinge sollen später in ihre Heimat zurückkehren.

Duldungen von Ausreisepflichtigen sollen die Ausnahme sein und nicht in einen langen, aus Steuern bezahlten Aufenthalt münden. Für anerkannte Schutzsuchende verlangt die AfD ein aktives Rückkehrmanagement. Dieses soll die Heimkehr von Beginn an vorbereiten und sie umsetzen, sobald die Bedingungen dafür erfüllt sind. Nach Darstellung des Programms wurde der Grundsatz des Schutzes auf Zeit seit 2015 von den Regierenden unterlaufen.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„abgelehnte Asylbewerber ohne Bleiberecht und straffällige Ausländer sind konsequent abzuschieben.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Abschiebungen sollen strenger vollzogen, Duldungen eingeschränkt und anerkannte Flüchtlinge auf Rückkehr statt auf Verbleib ausgerichtet werden, was den heutigen Stand in restriktive Richtung verschiebt.

Asylzuwanderung und Leistungen für Asylsuchende begrenzen

Die AfD will die Asylzuwanderung auf das rechtlich Gebotene beschränken und aus ihrer Sicht bestehende finanzielle Anreize abbauen. Im Saarland sollen Flüchtlinge Sachleistungen statt Geld erhalten, der Familiennachzug soll strikt begrenzt und das Alter junger Asylsuchender medizinisch geprüft werden. Zudem verlangt sie volle Transparenz über die Kosten.

Die AfD will weniger Asyl-Zuwanderung. Flüchtlinge sollen Dinge statt Geld bekommen. Weniger Familien-Mitglieder sollen nachkommen dürfen. Ärzte sollen das Alter junger Asyl-Bewerber prüfen. Die Kosten sollen für alle sichtbar sein.

Das Programm fordert Hilfen in den Herkunftsländern, den Kampf gegen Schleuser, regelmäßige Grenzkontrollen und schnelle Asylverfahren, deren Ergebnisse die Behörden durchsetzen. Wer ausreisen muss, soll auch mit gekürzten Leistungen dazu gedrängt werden. Die Alterstests sollen flächendeckend erfolgen und Betrug verhindern. Die AfD beziffert die jährlichen Kosten für mehr als 28.000 Asylzuwanderer im Saarland auf mindestens 100 Millionen Euro und bemängelt fehlende Statistiken. Deshalb soll für jeden Asylzuwanderer eine digitale Akte zu Aufenthalt und Sozialleistungen eingeführt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 41)
„Für das Saarland wollen wir Sach- statt Geldleistungen für Flüchtlinge, eine strikte Begrenzung des Familiennachzugs und flächendeckende medizinische Alterstests bei jungen Asylzuwanderern“
Seite 41 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Sachleistungen, Leistungskürzungen, ein enger begrenzter Familiennachzug und Grenzkontrollen verschärfen die Bedingungen für Asylsuchende innerhalb des bestehenden Systems.

Integration verbindlich einfordern, deutsche Identität bewahren

Die AfD will von Zugewanderten verbindlich verlangen, dass sie die Werte anerkennen, die sie als demokratisch, rechtsstaatlich und christlich-europäisch beschreibt. Integration sieht sie als Bringschuld der Zuwanderer. Staatlich bezahlte Eingliederung soll es nur bei rechtmäßiger Bleibeperspektive geben.

Die AfD sagt: Zuwanderer müssen die Werte in Deutschland anerkennen. Sie müssen sich selbst um ihre Integration bemühen. Hilfe vom Staat soll nur bekommen, wer bleiben darf. Die AfD will die deutsche Identität bewahren.

Das Programm beschreibt Deutschland als Kultur- und Wertegemeinschaft und nicht nur als Staat. Die AfD will einer aus ihrer Sicht zunehmenden Multikulturalisierung, radikalen Islamisierungstendenzen und der Bildung von Parallelgesellschaften entgegentreten. Damit soll die deutsche Identität für Einheimische und für gut integrierte Zuwanderer erhalten bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Die Anerkennung dieser grundlegenden Werte von Zuwanderern und Migranten verbindlich einzufordern, ist Voraussetzung jeder Integration.“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Forderung stellt die Bewahrung einer christlich-europäisch geprägten Identität gegen kulturelle Vielfalt in den Vordergrund.

  • Migrationeher restriktiv

    Integrationsangebote sollen an eine rechtmäßige Bleibeperspektive geknüpft und Zuwanderern strengere Verpflichtungen auferlegt werden.

Fachkräfte halten und qualifizierte Zuwanderung bevorzugen

Die AfD will deutschen Leistungsträgern und hochqualifizierten Ausländern bessere Arbeits- und Lebensbedingungen bieten, statt auf Asylzuwanderung zu setzen. Dazu nennt sie Anreize bei Lohn und Steuern sowie geringere Abgaben für Familien mit Kindern. Nach ihrer Auffassung löst ungesteuerte Zuwanderung weder den Fachkräftemangel noch demografische Probleme.

Die AfD will, dass gut ausgebildete Deutsche im Land bleiben. Auch gut ausgebildete Ausländer sollen kommen. Dafür soll es Vorteile bei Lohn und Steuern geben. Familien mit Kindern sollen weniger Abgaben zahlen.

Bei hochqualifizierten Ausländern denkt die AfD vor allem an Menschen aus Regionen, die sie als kulturell nahestehend bezeichnet. Menschen deutscher Abstammung im Ausland sollen besondere Möglichkeiten zur Rückkehr bekommen. Das Programm verweist darauf, dass an manchen Kitas im Land drei Viertel der Kinder eine andere Erstsprache als Deutsch haben. Aus Sicht der AfD verschärft eine ungesteuerte Zuwanderung bestehende Probleme und beschleunigt Veränderungen der Bevölkerungsstruktur.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Dafür braucht es Lohn- und Steueranreize sowie Abgabenentlastungen für Familien mit Kindern.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Steueranreize und niedrigere Abgaben für Familien senken die Belastung innerhalb des bestehenden Systems.

  • Migrationeher restriktiv

    Zuwanderung soll auf Hochqualifizierte aus kulturell nahen Regionen ausgerichtet und Asylzuwanderung zurückgedrängt werden.

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