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parteiprogramm

CDU zu Migration und Integration

Aus dem Programm „Dein Land kann's besser.“

Landtagswahl Brandenburg 2024, 22. September 2024Original-PDF, 57 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher restriktiv (+1,3), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 1 ausgewogen, 2 eher restriktiv, 3 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Fachkräftezuwanderung erleichtern, Einbürgerung nicht lockern

Die CDU will die legale Zuwanderung von Fach- und Arbeitskräften stärken, unter anderem mit einer „Work-and-Stay-Agentur“ des Bundes und einer entsprechenden Landesstelle. Die Bedingungen für die Einbürgerung sollen dagegen nicht gesenkt werden.

Brandenburg braucht Fach-Kräfte aus dem Ausland. Eine Agentur soll sie an Firmen vermitteln. Berufs-Abschlüsse sollen schneller anerkannt werden. Arbeits-Erlaubnisse sollen schneller kommen. Die Regeln für den deutschen Pass sollen aber nicht leichter werden.

Anerkennungsverfahren sollen beschleunigt und Arbeitsgenehmigungen schneller erteilt werden. Geplant ist ein Gesamtpaket aus Anerkennung von Abschlüssen sowie Hilfe bei Wohnung, Sprachkurs, Kita- und Schulplatz. Arbeitgeber sollen bei der Integration Zugewanderter in den Beruf stärker unterstützt werden. Die Einbürgerung soll nach dem Programm erst am Ende eines erfolgreichen Integrationsprozesses stehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„Unterstützung einer „Work-and-Stay-Agentur“ auf Bundesebene, die zielgenau Fachkräfte aus dem Ausland an Firmen und Unternehmen vermittelt, Schaffung einer entsprechenden Stelle auf Landesebene“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Migrationausgewogen

    Die CDU erleichtert die Erwerbszuwanderung, lehnt aber geringere Hürden bei der Einbürgerung ab, sodass sich beide Richtungen ausgleichen.

Sozialleistungen für Asylsuchende spürbar senken

Die CDU will wirtschaftliche Anreize für Asylsuchende deutlich verringern. Sozialleistungen sollen spürbar sinken und vermehrt als Sachleistungen oder per Bezahlkarte gewährt werden.

Die CDU will weniger Geld für Asyl-Suchende. Sie sollen öfter Sachen statt Geld bekommen. Auch eine Bezahl-Karte soll es geben. Wer kriminell ist, soll kein Bleiberecht haben.

Begründet wird das mit sogenannten Pull-Faktoren, die aus Sicht der CDU Asylanträge begünstigen. Wer seine Identität verschleiert, keinen Schutzstatus hat, Regeln missachtet oder straffällig wird, soll kein Bleiberecht und keinen umfassenden Leistungsanspruch haben. Abgelehnte Asylbewerber sollen konsequent zurückkehren.

Originalzitat anzeigen (Seite 23)
„wirtschaftliche Anreize als Asylmotivation („Pull-Faktoren“) deutlich verringern, insbesondere spürbare Absenkung der Sozialleistungen, Anwendung des Sachleistungsprinzips und von Bezahlkarten“
Seite 23 im Original

Einordnung

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Eine spürbare Absenkung der Leistungen und der Ausschluss vom Bleiberecht für bestimmte Gruppen verschärfen die Bedingungen für Asylsuchende grundlegend.

Grenzkontrollen fortsetzen, Asylsuchende zurückweisen

Die CDU will die stationären Kontrollen an der Grenze zu Polen fortsetzen, bis der EU-Außengrenzschutz funktioniert. Die Bundespolizei soll Asylsuchende aus anderen EU-Staaten zurückweisen dürfen.

An der Grenze zu Polen soll weiter kontrolliert werden. Die Bundes-Polizei soll mehr Personal bekommen. Sie soll Asyl-Suchende an der Grenze abweisen dürfen. Das gilt für Menschen aus anderen EU-Ländern.

Die CDU bekennt sich grundsätzlich zu offenen Binnengrenzen und sieht Kontrollen als letztes Mittel. Belastungen für Pendler, Logistik und Gesundheitswesen sollen gering bleiben. Das Personal der Bundespolizei soll deutlich wachsen. Europäisch verwaltete Entscheidungszentren an der EU-Außengrenze unterstützt die CDU ausdrücklich.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„der Bundespolizei muss es künftig möglich sein, Asylbewerber, die aus einem EU-Mitgliedsstaat einreisen, zurückzuweisen“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Europaeher weniger EU

    Dauerhafte nationale Kontrollen an Schengen-Binnengrenzen stellen nationale Maßnahmen vor gemeinsame Regeln, auch wenn EU-Zentren an der Außengrenze unterstützt werden.

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Die Zurückweisung von Asylsuchenden an der Binnengrenze ändert die heutige Praxis grundlegend in restriktive Richtung.

Kommunen durch längere Erstaufnahme entlasten

Die CDU will Geflüchtete ohne Bleibeperspektive nicht mehr auf die Kommunen verteilen. Sie sollen bis zu 24 Monate in der Erstaufnahme des Landes bleiben können.

Manche Geflüchtete dürfen wohl nicht bleiben. Sie sollen nicht mehr in Städte und Dörfer kommen. Sie sollen bis zu zwei Jahre in einer Unterkunft des Landes wohnen. Sporthallen sollen nicht mehr belegt werden.

Das Landesaufnahmegesetz soll entsprechend geändert werden. Sporthallen und ähnliche öffentliche Räume sollen nicht mehr für die Unterbringung nötig sein. Nicht abschiebbare Personen ohne Bleibeperspektive sollen in der Zentralen Ausländerbehörde untergebracht werden. Nach rechtskräftiger Ablehnung soll ein Landesausreisezentrum intensiv zur Ausreise beraten. Zusätzliche freiwillige Aufnahmeprogramme soll es nicht mehr geben.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„das Landesaufnahmegesetz so ausgestalten, dass bei fehlender Bleibeperspektive eine Verweildauer bis zu 24 Monaten in der Erstaufnahme möglich ist“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Längere Erstaufnahme und das Ende freiwilliger Aufnahmeprogramme verschärfen die Aufnahmebedingungen schrittweise.

Abschiebungen konsequent durchsetzen

Die CDU will abgelehnte Asylbewerber konsequent zurückführen, vorrangig Straftäter. Die Polizei soll mehr Befugnisse bekommen, und Schwerkriminelle sollen auch in Konfliktländer abgeschoben werden können.

Abgelehnte Asyl-Bewerber sollen das Land verlassen. Straftäter sollen zuerst abgeschoben werden. Die Polizei soll mehr dürfen. Schwere Straftäter sollen auch in Kriegs-Länder zurück.

Algerien, Armenien, Marokko und Tunesien sollen im Bund als sichere Herkunftsstaaten gelten. Aussichtslose Asylanträge sollen schneller bearbeitet und die freiwillige Ausreise gefördert werden. Geplant sind Rückführungszentren für Ausreisepflichtige. Die Polizei soll Abschiebungen unangekündigt vollziehen, länger in Gewahrsam nehmen und intensiver suchen dürfen. Die „Taskforce“ zur Abschiebung krimineller Ausländer soll mehr Personal bekommen.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Befugnisse der Polizei ausweiten, um Abschiebungen unangekündigt zu vollziehen, um Ausreisepflichtige länger in Gewahrsam nehmen zu dürfen“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Längerer Gewahrsam und unangekündigte Abschiebungen erweitern die Befugnisse der Polizei.

  • Migrationdeutlich restriktiv

    Abschiebungen in Konfliktländer, neue sichere Herkunftsstaaten und Rückführungszentren verschärfen die Rückkehrpolitik grundlegend.

Integrationspflichten und Deutschkurse vorschreiben

Die CDU will Integration nach dem Prinzip „Fördern und Fordern“ gestalten und konkrete Pflichten im Landesrecht festschreiben. Spracherwerb gilt ihr als Grundvoraussetzung für Teilhabe und Arbeit.

Zugewanderte sollen Pflichten bei der Integration haben. Das soll im Landes-Gesetz stehen. Anerkannte Asyl-Bewerber müssen Deutsch lernen. Kinder machen vor der Schule einen Sprach-Test.

Die CDU will das Landesaufnahmegesetz ändern. Zugewanderte sollen sich zur deutschen Leitkultur und zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung bekennen müssen. Deutschkurse sollen für alle anerkannten Asylbewerber Pflicht sein, und Deutsch lernen soll auch berufsbegleitend möglich sein. Kinder sollen vor der Einschulung einen Sprachtest machen; bei großen Lücken soll zusätzlicher Unterricht verpflichtend sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„konkrete Integrationspflichten im Landesrecht verankern“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Das geforderte Bekenntnis zur deutschen Leitkultur betont überlieferte kulturelle Werte.

  • Migrationeher restriktiv

    Neue verpflichtende Integrationsvorgaben im Landesrecht stellen strengere Bedingungen an Zugewanderte.

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