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parteiprogramm

SPD zu Migration und Integration

Aus dem Programm „Regierungsprogramm der SPD Brandenburg 2024“

Landtagswahl Brandenburg 2024, 22. September 2024Original-PDF, 49 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Migration und Integration

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Europaeher mehr EU (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 1 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 0 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Migrationeher restriktiv (+0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich offen, 0 eher offen, 1 ausgewogen, 2 eher restriktiv, 0 deutlich restriktiv

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Grenzkontrollen, EU-Asylreform und Migrationsabkommen

Die SPD bekennt sich zum Asylrecht, begrüßt aber die verstärkten Kontrollen der Bundespolizei an der Grenze zu Polen. Sie fordert, den europäischen Asylkompromiss rasch umzusetzen und Migrationsabkommen zu schließen, die Rückführungen ermöglichen und legale Arbeitsmigration eröffnen.

Die SPD will Menschen in Not weiter Schutz geben. Sie findet aber mehr Kontrollen an der Grenze zu Polen gut. Deutschland soll Verträge mit anderen Ländern schließen. Dann können Menschen ohne Bleiberecht zurückkehren. Andere dürfen zum Arbeiten kommen.

Die Zusammenarbeit mit polnischen Sicherheitsbehörden im Grenzgebiet soll ausgebaut werden, um gemeinsam gegen Schleuser vorzugehen. Die Grenzsicherung bleibt aus Sicht der SPD Aufgabe der Bundespolizei; die Landespolizei könne nur zeitweise helfen. Die Abkommen sollen Rückführungen sichern und zugleich Wege zur Arbeitsaufnahme öffnen, wobei anfangs keine Sozialleistungen bezogen werden. Als Vorbild nennt das Programm das Abkommen mit Albanien.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Für die Ermöglichung der Rückführung ausreisepflichtiger Personen müssen zügig Migrationsabkommen geschlossen werden.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Mehr Grenzkontrollen und eine engere Polizeizusammenarbeit gegen Schleuser weiten Sicherheitsmaßnahmen schrittweise aus.

  • Europaeher mehr EU

    Die gemeinsame europäische Asyl- und Grenzpolitik soll schnell umgesetzt werden, was eine gemeinsame EU-Politik stärkt.

  • Migrationeher restriktiv

    Die SPD unterstützt Grenzkontrollen und will Rückführungen durch Abkommen erleichtern, verbindet dies aber mit dem Asylrecht und legalen Zugangswegen.

Bezahlkarte für Asylsuchende einführen

Die SPD will so schnell wie möglich eine Bezahlkarte für Asylsuchende einführen. Über sie sollen alle Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz laufen. Das soll Kommunen entlasten und Überweisungen ins Ausland ausschließen.

Asylsuchende sollen eine Bezahl-Karte bekommen. Auf die Karte kommt ihr Geld vom Staat. Sie können damit kein Geld ins Ausland schicken. Die Ämter sollen so weniger Arbeit haben.

Die Karte soll die bisherige analoge Auszahlung ersetzen und die Verwaltung digitaler machen. Weil Auslandsüberweisungen nicht möglich sind, soll laut Programm auch kein Geld auf diesem Weg an Schleuser fließen können. Die SPD sichert zu, die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts einzuhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 25)
„Mit der schnellstmöglichen Einführung einer Bezahlkarte für Asylsuchende modernisieren wir Verwaltungsvorgänge.“
Seite 25 im Original

Einordnung

  • Migrationeher restriktiv

    Die Bezahlkarte schränkt ein, wie Asylsuchende über ihre Leistungen verfügen können, und verschärft damit die Bedingungen des Leistungsbezugs schrittweise.

Integration durch Arbeit und Landesintegrationsgesetz

Die SPD will Geflüchtete und Asylsuchende so früh wie möglich in Arbeit oder Ausbildung bringen, weil dies aus ihrer Sicht die Akzeptanz von Zuwanderung fördert und die Sozialkassen entlastet. Ein neues Landesintegrationsgesetz soll Leistungen und Pflichten nach dem Prinzip „Fördern und Fordern“ bündeln.

Geflüchtete sollen schnell arbeiten oder eine Ausbildung machen. Sie sollen nicht lange auf Sprach-Kurse warten müssen. Deutsch können sie auch neben der Arbeit lernen. Ein neues Gesetz soll Rechte und Pflichten von Zugewanderten festlegen.

Schon während des Asylverfahrens sollen Praktika und Arbeitsgelegenheiten möglich sein; Sprachkurse können die Arbeit begleiten. Menschen, deren Verfahren seit Jahren laufen, sollen über Ausbildung und Qualifizierung in Arbeit kommen. Das Landesaufnahmegesetz soll in ein neues Integrationsgesetz einfließen, das auch die Fördergelder von Bund, Land und EU zusammenführt. Integrationsbudget, Migrationssozialarbeit und die Beratungsstelle der Integrationsbeauftragten sollen fortgeführt werden. Kommunale Integrationsstrukturen werden gefördert, wenn die Kommunen eigene Konzepte vorlegen; digitale Übersetzungs- und Dolmetschangebote sollen dauerhaft bleiben.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Zu uns geflüchtete Menschen müssen schnellstmöglich in den Arbeitsprozess integriert werden.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Migrationausgewogen

    Das Vorhaben verbindet schnelleren Zugang zu Arbeit und fortgesetzte Integrationsförderung mit gesetzlich gebündelten Pflichten für Zugewanderte.

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