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BSW zur Außen- und Verteidigungspolitik

Aus dem Programm „Neustart für Thüringen. Damit sich was ändert. BSW-Landtagswahlprogramm für Thüringen“

Landtagswahl Thüringen 2024, 1. September 2024Original-PDF, 60 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Außen und Verteidigung

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst (-1,3), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich Diplomatie zuerst, 2 eher Diplomatie zuerst, 0 ausgewogen, 0 eher Abschreckung zuerst, 0 deutlich Abschreckung zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Waffenstillstand und Verhandlungen im Ukraine-Krieg

Das BSW verurteilt den russischen Angriff auf die Ukraine, fordert aber einen sofortigen Waffenstillstand und Gespräche ohne Vorbedingungen. Die Bundesregierung soll dafür selbst diplomatisch aktiv werden. Aus Sicht des Programms sind die Waffenlieferungen gescheitert und die Sanktionen schaden vor allem der deutschen Wirtschaft.

Das BSW will ein schnelles Ende vom Krieg in der Ukraine. Die Waffen sollen sofort schweigen. Dann sollen beide Seiten miteinander reden. Die Bundes-Regierung soll dabei helfen. Das BSW hält Waffen-Lieferungen für falsch.

Das Programm nennt den Angriff Russlands völkerrechtswidrig, hält eine dauerhafte Friedensordnung in Europa aber nur für möglich, wenn die Sicherheitsinteressen aller Seiten beachtet werden. Die USA hätten diese als NATO-Führungsmacht über Jahrzehnte missachtet. Das BSW will sich vom Land Thüringen aus dafür einsetzen, dass die Bundesregierung eigenständig auf Waffenruhe und Verhandlungen hinwirkt. Weitere Waffenlieferungen und etwa Taurus-Raketen lehnt die Partei ab, die Wirtschaftssanktionen hält sie für schädlich für Deutschland. Von den Leitmedien, auch in Thüringen, erwartet das BSW eine ausgewogene Darstellung aller Ursachen des Krieges.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„Wir fordern einen sofortigen Waffenstillstand und Verhandlungen ohne Vorbedingungen.“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Außenpolitikdeutlich Diplomatie zuerst

    Das BSW will statt weiterer Waffenlieferungen und Sanktionen einen sofortigen Waffenstillstand und Verhandlungen ohne Vorbedingungen, eine grundlegende Abkehr von der heutigen Ukraine-Politik.

Bundeswehr ausrüsten statt vergrößern, Abrüstung anstreben

Das BSW will die Bundeswehr angemessen ausstatten, lehnt aber ihre Vergrößerung und Aufrüstung ab. Statt Konfrontation fordert die Partei Deeskalation, neue Abrüstungsverträge und gemeinsame Sicherheit in Europa. Die Stationierung von Kampfeinheiten an der NATO-Ostflanke sieht sie mit Sorge.

Das BSW will eine gut ausgerüstete Bundeswehr. Die Bundeswehr soll aber nicht größer werden. Das BSW will weniger Waffen in Europa. Dafür soll es neue Verträge geben. Die Länder sollen gemeinsam für Sicherheit sorgen.

Die Bundeswehr soll ihren Auftrag nach dem Grundgesetz erfüllen können. Aus Sicht des Programms verschwendet die Aufrüstungsspirale Milliarden, der einzige Ausweg seien Deeskalation und Abrüstung. Das BSW kritisiert die Entsendung von Kampftruppen etwa nach Litauen sowie Militärtransporte über Thüringer Straßen und Schienen, die Schäden in Millionenhöhe an der Infrastruktur verursachten. Es verweist auf die deutsche Geschichte und die friedliche Einheit als Verpflichtung zur Diplomatie.

Originalzitat anzeigen (Seite 6)
„ihre adäquate Ausrüstung, nicht ihre Vergrößerung und Aufrüstung, muss das Ziel der Verteidigungspolitik sein“
Seite 6 im Original

Einordnung

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst

    Das BSW lehnt den laufenden Ausbau der Streitkräfte ab und setzt auf Abrüstungsverträge und Deeskalation.

Keine Bundeswehr-Werbung an Thüringer Schulen

Das BSW lehnt aus seiner Sicht eine schleichende Militarisierung der Schulen ab. Die Bundeswehr soll an Thüringer Schulen keinen Nachwuchs anwerben, dafür gebe es eigene Informationszentren. Wehr- oder Zivilverteidigungsunterricht soll es an Schulen nicht geben.

Das BSW will keine Bundeswehr in den Schulen. Die Bundeswehr soll dort keine jungen Leute anwerben. Dafür gibt es eigene Beratungs-Stellen. Es soll auch keinen Unterricht über Krieg und Verteidigung geben.

Für die Bundeswehr stehen nach Darstellung des Programms geeignete Informationszentren außerhalb der Schulen bereit. Ein neuer Unterricht zu Wehr- oder Zivilverteidigung gehört nach Ansicht des BSW nicht in die Schulen. Die Partei stellt dies dem Ziel entgegen, das Land kriegstüchtig zu machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 7)
„an Thüringer Schulen brauchen und wollen wir keine Nachwuchsanwerbung durch die Bundeswehr“
Seite 7 im Original

Einordnung

  • Außenpolitikeher Diplomatie zuerst

    Das BSW will die heutige Nachwuchswerbung der Bundeswehr an Schulen beenden und militärische Präsenz im Bildungsbereich zurückdrängen.

Was sagen die anderen Parteien zur Außen- und Verteidigungspolitik?

Alle Programme in Thüringen im Vergleich