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AfD zur Wirtschaft

Aus dem Programm „Heimat ist wählbar! Wahlprogramm der AfD Saarland zur Landtagswahl 2022“

Landtagswahl Saarland 2022, 27. März 2022Original-PDF, 102 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (+0,2), aus 5 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 2 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 2 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

  • Klimaeher Wachstum zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 0 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Gründungen und Unternehmensnachfolgen fördern

Die AfD will Unternehmensgründungen und Betriebsübergaben mit wenig Bürokratie fördern. Das Land soll als Geber von Risikokapital und als Vermittler auftreten. Ziel ist, dass das Saarland das führende Bundesland für Gründer wird.

Die AfD will neue Firmen fördern. Das Land soll Gründern Geld geben und sie mit Geldgebern zusammenbringen. Auch die Übergabe von Firmen an Nachfolger soll leichter gelingen. Das Saarland soll das beste Bundesland für Gründer werden.

Das Programm sieht vor, dass das Saarland Gründung, Aufbau und Ansiedlung von Firmen begleitet, vor allem in Branchen mit neuen Technologien. Unter festgelegten Bedingungen und zeitlich begrenzt soll das Land auch Geld geben, bis die Firmen am Markt bestehen. Private Kapitalgeber und Gründer sollen zusammengeführt werden, die öffentliche Hand soll sich bei Bedarf an der Finanzierung beteiligen. Ergänzend will die AfD in Forschung, Hochschulen und die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft investieren, etwa rund um das Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Saarbrücken.

Originalzitat anzeigen (Seite 24)
„Wir wollen hierzulande ein Klima der Innovation schaffen, Kapitalgeber und Gründer zusammenbringen und die öffentliche Hand bei Bedarf im Zuge einer Co-Finanzierung beteiligen.“
Seite 24 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Das Land soll stärker als bisher als Risikokapitalgeber und Mitfinanzierer von Gründungen auftreten, was die Rolle des Staates in der Wirtschaft ausbaut.

Infrastruktur ausbauen, ländliche Räume stärken

Die AfD will mehr Geld für Landesstraßen, eine neue Digitalagentur für Mobilfunk und Glasfaser sowie die Abschaffung der EEG-Umlage. Strukturschwache Regionen sollen mit Programmen, Steueranreizen und Prämien wirtschaftlich gestärkt werden. Das Programm begründet dies damit, dass das Saarland hinter dem Bundesdurchschnitt zurückliege.

Die AfD will mehr Geld für Straßen im Saarland ausgeben. Eine neue Agentur soll Mobilfunk und schnelles Internet voranbringen. Die EEG-Umlage soll wegfallen. Das ist ein Aufschlag auf den Strompreis für Öko-Strom. Schwache Regionen auf dem Land sollen besondere Hilfe bekommen.

Der Landesbetrieb für Straßenbau soll mehr Planungskapazität erhalten. Eine neu zu gründende Digitalagentur soll Mobilfunk, 5G, Glasfaser und die Digitalisierung zentral steuern. Die EEG-Umlage soll entfallen, um Energiepreise zu senken und die Stromnetze zu stabilisieren. Ländliche Räume will die AfD von Eingriffen aus Brüssel und Berlin befreien, die aus ihrer Sicht dem Subsidiaritätsprinzip widersprechen. Für strukturschwache Gebiete sind Förderprogramme, steuerliche Anreize, Prämien und die gezielte Schaffung neuer Arbeitsplätze vorgesehen.

Originalzitat anzeigen (Seite 26)
„Die AfD möchte die Mittel für den Landesstraßenbau erhöhen und die Planungskapazitäten beim Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) ausweiten.“
Seite 26 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Mehr öffentliche Mittel für Straßen, eine neue staatliche Agentur und Förderprogramme für schwache Regionen bauen staatliche Investitionen schrittweise aus.

  • Europaeher weniger EU

    Ländliche Räume sollen von Vorgaben aus Brüssel befreit werden, was auf weniger EU-Einfluss zielt, ohne konkrete Zuständigkeiten zu nennen.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Die EEG-Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien soll zugunsten niedrigerer Energiepreise entfallen, was Preisen Vorrang gibt; ihre Abschaffung war zu dieser Zeit bereits in der Diskussion.

Mittelstand fördern und Bürokratie abbauen

Die AfD will mittelständische Betriebe durch weniger Bürokratie und eine unternehmerfreundliche Verwaltung unterstützen. Für Anträge soll eine Höchstdauer der Bearbeitung gelten, öffentliche Ausschreibungen sollen einfacher werden. Die Partei sieht den Mittelstand als Rückgrat der saarländischen Wirtschaft.

Die AfD will kleinen und mittleren Firmen helfen. Es soll weniger Bürokratie geben. Ämter sollen Anträge in einer festen Zeit bearbeiten. Staatliche Aufträge sollen einfacher zu bekommen sein.

Laut Programm erwirtschaften mittelständische Firmen die Hälfte der Umsätze im Saarland und stellen die meisten Arbeits- und Ausbildungsplätze. Die Verwaltung soll kurze Wege bieten und den Betrieben bei der Suche nach Fachkräften helfen. Der Schwellenwert, ab dem Aufträge europaweit ausgeschrieben werden müssen, soll deutlich steigen. Bürokratische Vorgaben und umfangreiche Ausschreibungsbedingungen belasten die Wirtschaft aus Sicht der AfD stark.

Originalzitat anzeigen (Seite 27)
„Wir wollen eine maximale Bearbeitungszeit für Anträge festlegen und die Ausschreibungsbedingungen vereinfachen.“
Seite 27 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Weniger bürokratische Vorgaben und einfachere Ausschreibungen verringern die Regulierung für Unternehmen schrittweise.

  • Europaeher weniger EU

    Eine höhere Schwelle für europaweite Ausschreibungen würde EU-Vergabevorgaben für weniger Aufträge gelten lassen.

Tourismus stärken und Vorschriften für Gastgewerbe abbauen

Die AfD will den Tourismus im Saarland mit gezieltem Marketing, besserer Infrastruktur und weniger Bürokratie für Hotels und Gaststätten stärken. Sie sieht den Tourismus als wichtigen Faktor für Gewerbeansiedlungen und für das Gewinnen von Fachkräften.

Die AfD will mehr Urlauber ins Saarland holen. Dafür soll das Land besser werben. Straßen, Radwege und schnelles Internet sollen besser werden. Hotels und Gaststätten sollen weniger Vorschriften haben.

Marketing und Förderprogramme sollen besonders junge Leute und Familien ansprechen, etwa beim Wandern, bei Städtereisen, Camping, Bauernhofurlaub und Jugendherbergen. Die Saison soll bis in den Winter verlängert werden. Regionalmarken, heimische Produkte und Handwerk sollen ein gemeinsames Marketing tragen, das Weinbau und Wandern hervorhebt; dafür will die AfD das Drei-Ebenen-Modell der Tourismusorganisation reformieren. Straßen, Schiene, Wasserwege, Radwege und Breitband sollen erhalten und ausgebaut, digitale Angebote verbessert werden. Vorschriften zu Brandschutz, Barrierefreiheit und Parkplätzen hält die Partei für überzogen und will die Hürden für Konzessionen bei Betriebsübergaben senken.

Originalzitat anzeigen (Seite 78)
„Als AfD kritisieren wir die den Tourismus in Mitleidenschaft ziehenden überbordenden bürokratischen Vorschriften etwa beim Brandschutz, der Barrierefreiheit oder bei der Parkplatzausweisung.“
Seite 78 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Auflagen für das Gastgewerbe sollen gelockert und Konzessionshürden gesenkt werden, was Regulierung schrittweise abbaut.

Gastronomie stützen und Kneipensterben verhindern

Die AfD will Gaststätten und Hotels stärker unterstützen, weil sie nach der Coronakrise viele Insolvenzen kleiner Betriebe sieht. Gasthöfe gelten dem Programm als wichtige Treffpunkte für Dörfer, Städte und Vereine. Vorgesehen sind ein Förderprogramm, flexiblere Arbeitszeiten und der Verzicht auf eine Bettensteuer.

Viele kleine Gaststätten müssen schließen. Die AfD will das verhindern. Sie will Geld für Gaststätten auf dem Land geben. Beschäftigte in Hotels und Gaststätten sollen flexibler arbeiten können. Eine Betten-Steuer lehnt die AfD ab. Das ist eine Abgabe auf Übernachtungen.

Hotels und Gaststätten sollen als Saisonarbeitsbranche anerkannt werden. Für Gaststätten auf dem Land regt die AfD ein eigenes Förderprogramm an und verweist auf Bayern als Vorbild. Die Bettensteuer lehnt sie als bürokratisch ab. Die Regeln zur täglichen Arbeitszeit von acht, in Ausnahmen zehn oder zwölf Stunden, passen aus Sicht des Programms nicht mehr zum Gastgewerbe; mehr Flexibilität soll aber mit dem Gesundheitsschutz der Beschäftigten vereinbar bleiben. Hotelfachschulen sollen in der Fläche erhalten bleiben, um Fachkräfte zu sichern.

Originalzitat anzeigen (Seite 79)
„Zur Unterstützung der Gastronomie und Hotellerie fordern wir deren Anerkennung als Saisonarbeitsbranche und regen ein spezielles Förderprogramm für Gaststätten im ländlichen Raum nach dem Vorbild Bayerns an.“
Seite 79 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Flexiblere Arbeitszeitregeln und die Ablehnung einer Bettensteuer lockern Vorgaben und Abgaben für Betriebe, auch wenn ein staatliches Förderprogramm hinzukommt.

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