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AfD zur Wirtschaft

Aus dem Programm „Programm zur Landtagswahl 2026“

Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026, 22. März 2026Original-PDF, 94 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Wirtschaft

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+0,7), aus 6 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 1 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 1 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Europaeher weniger EU (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr EU, 0 eher mehr EU, 0 ausgewogen, 1 eher weniger EU, 0 deutlich weniger EU

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Meisterausbildung kostenfrei machen und Meistertitel erhalten

Die AfD will Prüfungsgebühren für angehende Handwerksmeister erlassen, wenn sie bestehen, und den Aufstiegsbonus erhöhen. Der Meisterbrief soll nicht mit kürzeren Ersatzqualifikationen gleichgestellt werden. Das Programm begründet dies damit, dass ein Studium im Gegensatz zur Meisterausbildung gebührenfrei ist.

Die AfD will Handwerker auf dem Weg zum Meister entlasten. Wer die Meister-Prüfung besteht, soll keine Gebühren zahlen. Es soll auch mehr Geld als Bonus geben. Der Meister-Titel soll so anspruchsvoll bleiben wie bisher.

Der Aufstiegsbonus I nach bestandener Meisterprüfung soll von 2.000 auf 3.000 Euro steigen. Auszubildende im Handwerk sollen Zugang zu staatlich geförderten Studentenwohnheimen bekommen. Für Auszubildende auf dem Land plant die AfD Zuschüsse zum Wohnen und die Erstattung von Fahrtkosten. Die Berufsorientierung an Schulen soll verstärkt werden, um Jugendliche an Handwerksberufe heranzuführen. Der Meisterbrief soll als Qualitätsmerkmal bestehen bleiben und nicht durch verkürzte Qualifikationen ersetzt werden.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Die AfD fordert, dass die Gebühren zur Meisterprüfung im Falle ihres Bestehens erlassen werden.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll Gebühren übernehmen, einen Bonus erhöhen und neue Zuschüsse zahlen, was öffentliche Leistungen ausweitet.

Bürokratie mit Normenkontrollrat abbauen

Die AfD will Unternehmen im Land von Bürokratie entlasten. Ein unabhängiger Normenkontrollrat soll Vorschriften prüfen, und für jede neue Regelung sollen zwei bestehende entfallen. Das Programm sieht in der Bürokratielast einen Wettbewerbsnachteil des Standorts.

Die AfD will weniger Vorschriften für Firmen. Ein unabhängiger Rat soll alte und neue Regeln prüfen. Für jede neue Regel sollen zwei alte wegfallen. Die AfD sagt: Zu viele Regeln schaden den Firmen.

Das Programm beruft sich auf Schätzungen des ifo-Instituts von 2024: 65 Milliarden Euro direkte Bürokratiekosten pro Jahr und 146 Milliarden Euro entgangene Wirtschaftsleistung. Der Normenkontrollrat soll sowohl bestehende als auch neue Vorschriften untersuchen. Die AfD erwartet davon mehr unternehmerische Freiheit, stärkeren Wettbewerb sowie größere Auswahl und niedrigere Preise für Verbraucher.

Originalzitat anzeigen (Seite 32)
„Dazu soll ein unabhängiger Normenkontrollrat eingerichtet werden, der bestehende und neue Regelungen überprüft. Für jede neue Regelung werden zwei alte gestrichen“
Seite 32 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Eine Regel, nach der für jede neue Vorschrift zwei alte entfallen, verringert die Regulierung von Unternehmen schrittweise.

Gründungen, Nachfolge und Risikokapital fördern

Die AfD will mehr Unternehmensgründungen erreichen, indem sie Gründerstipendien ausbaut und einen Start-up-Beauftragten einsetzt. Risikokapital-Fonds des Landes sollen mehr Geld bekommen, und die Übergabe bestehender Firmen soll leichter werden. Das Programm verweist darauf, dass das Land bei Start-up-Gründungen je Einwohner auf Platz 13 von 16 liegt.

Die AfD will, dass mehr Menschen Firmen gründen. Gründer sollen mehr Stipendien bekommen. Ein Beauftragter soll Gründer und Geldgeber zusammenbringen. Junge Firmen sollen leichter an Kapital kommen. Auch die Übergabe einer Firma an Nachfolger soll einfacher werden.

Der Beauftragte soll selbst erfolgreicher Unternehmer sein, Gründer mit Investoren vernetzen und bundesweit sowie international für den Standort werben. Handwerksmeister, die sich selbstständig machen, sollen eigene Stipendien erhalten. Die Risikokapital-Fonds sollen staatsfern und ohne ideologische Vorgaben verwaltet werden; Gewinne könnten teilweise an den Landeshaushalt gehen. Für die Unternehmensnachfolge will die AfD Bürokratie abbauen und verlangt vom Bund wirtschaftsfreundliche Steuerregeln.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Die AfD wird Unternehmensgründungen durch eine deutliche Verbesserung und Ausweitung der Gründerstipendien fördern.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet mehr staatliche Fördermittel für Gründer mit staatsferner Fondsverwaltung, Bürokratieabbau und Steuererleichterungen.

Ladenöffnungszeiten und verkaufsoffene Sonntage ausweiten

Die AfD will das Ladenöffnungsgesetz des Landes lockern. Geschäfte sollen bis Mitternacht öffnen dürfen, und Gemeinden sollen sechs statt vier verkaufsoffene Sonntage im Jahr zulassen können. Das Programm hält die bisherigen Regeln für strenger als in Nachbarländern und für nachteilig für Betriebe und Kunden.

Die AfD will, dass Läden länger öffnen dürfen. Abends sollen sie bis 24 Uhr offen sein können. Es soll sechs statt vier Sonntage mit offenen Läden geben. Läden ohne Personal sollen rund um die Uhr öffnen können.

Bisher müssen Geschäfte grundsätzlich sonntags sowie von 22 bis 6 Uhr schließen. Tankstellen sollen künftig auch sonntags Leistungen wie Autowäsche anbieten dürfen, und automatisierte 24-Stunden-Läden sollen leicht zu betreiben sein. An verkaufsoffenen Sonntagen sollen Läden acht statt fünf Stunden öffnen dürfen; als Voraussetzung genügt ein begleitendes Rahmenprogramm. Beschäftigte im Dienstleistungsbereich sollen über steuerfreie Zuschläge für Nacht- und Sonntagsarbeit mehr Nettolohn erzielen können.

Originalzitat anzeigen (Seite 34)
„Insbesondere wird die AfD es gesetzlich ermöglichen, dass Geschäfte abends bis 24 Uhr offen sein dürfen“
Seite 34 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Längere zulässige Öffnungszeiten und mehr Sonntagsöffnungen lockern die Regulierung des Handels.

  • Gesellschafteher progressiv

    Mehr Sonntagsöffnungen mit geringeren Auflagen lockern den überlieferten Schutz der Sonntagsruhe.

Gastgewerbe entlasten und Tourismus bewerben

Die AfD will Gaststätten durch weniger Bürokratie und niedrigere Steuern stützen. Die Schankerlaubnissteuer soll sofort entfallen, und auch für Getränke soll der ermäßigte Mehrwertsteuersatz gelten. Eine neue Dachmarke soll mehr Touristen ins Land bringen.

Die AfD will Gaststätten helfen. Eine Steuer für die Erlaubnis zum Ausschank soll wegfallen. Auf Getränke soll es weniger Mehrwert-Steuer geben. Werbung in ganz Deutschland soll mehr Urlauber ins Land holen.

Das Programm betont, dass das Gastgewerbe über 120.000 Menschen im Land beschäftigt und Gaststätten auf dem Land Treffpunkte der Dorfgemeinschaft sind. Die Landes-AfD unterstützt die Forderung ihrer Bundestagsfraktion, die Mehrwertsteuer auf Getränke auf 7 Prozent zu senken, wie sie für Speisen gilt. Die Dachmarke soll Besonderheiten wie Weintourismus und Landesgeschichte herausstellen. Eine bundesweite Kampagne soll sie bekannt machen.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Die AfD wird Bürokratie abbauen, sich massiv für ein Ende des Gaststättensterbens einsetzen und fordert u.a. die sofortige Abschaffung der Schankerlaubnissteuer.“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Eine Steuer soll ganz entfallen und die Mehrwertsteuer auf Getränke von 19 auf 7 Prozent sinken, also um mehr als ein Viertel.

Mittelstand fördern und Ausschreibungen vereinfachen

Die AfD will kleine und mittlere Unternehmen vor zusätzlichen Auflagen schützen und stärker an Förderprogrammen beteiligen. Neue Gesetze sollen vorab auf ihre Folgen für diese Betriebe geprüft werden. Öffentliche Ausschreibungen sollen einfacher, schneller und rechtssicherer werden, damit auch kleine Betriebe mitbieten können.

Die AfD will kleine und mittlere Firmen stärken. Neue Gesetze sollen vorher auf ihre Folgen für diese Firmen geprüft werden. Regeln von EU und Bund sollen nicht strenger umgesetzt werden als nötig. Aufträge vom Staat sollen einfacher zu bekommen sein.

Vorgaben aus EU- und Bundesrecht will die AfD nur im Mindestumfang umsetzen, ohne Verschärfungen zulasten von Firmen. Bei der regionalen Wirtschaftsförderung (GRW) sollen die Mindestfördersummen sinken, und Handwerksbetriebe sollen bei der Förderung der Grundversorgung berücksichtigt werden. Bei Ausschreibungen verweist das Programm auf den Europäischen Rechnungshof: In 42 Prozent der Fälle gebe es nur einen Bieter, was zu überhöhten Preisen führe. Die Vereinfachung fordert die AfD von Bund und EU.

Originalzitat anzeigen (Seite 35)
„Dazu sind Gesetzesvorhaben, die KMU betreffen, vorab einem Praxis-Check zu unterziehen, um die Auswirkungen auf die freie Wirtschaft zu ermitteln.“
Seite 35 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Praxis-Check, Mindestumsetzung von Vorgaben und einfachere Vergabeverfahren verringern die Regulierung für Unternehmen schrittweise.

  • Europaeher weniger EU

    EU-Recht soll nur im vorgeschriebenen Mindestmaß umgesetzt werden, was den Einfluss von EU-Vorgaben begrenzt.

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