Landesblindengeld auf 600 Euro erhöhen
Die AfD will das Landesblindengeld von 410 auf mindestens 600 Euro anheben und künftig an die Inflation koppeln. Sie begründet das damit, dass der Betrag seit 2003 nicht angepasst wurde. Zusätzlich soll es ein eigenes Taubblindengeld geben.
Blinde Menschen bekommen vom Land Geld. Das sind heute 410 Euro. Die AfD will mindestens 600 Euro zahlen. Das Geld soll mit den Preisen steigen. Menschen, die blind und taub sind, sollen ein eigenes Geld bekommen.
Die Erhöhung soll bis zum Ende der Wahlperiode erfolgen. Danach soll der Betrag automatisch mit der Inflationsrate steigen. Das Blindengeld soll von den Pflegeleistungen entkoppelt werden. Das Taubblindengeld soll sich am Berliner Modell orientieren und deutlich höher sein als die Summe der Beträge für Blinde und Gehörlose. Andere Anspruchsberechtigte nach dem Landespflegegeldgesetz sollen anteilig ebenso bessergestellt werden. Allgemein will die AfD Teilhabe und Selbstständigkeit von Menschen mit Behinderung stärken und nennt Barrierefreiheit als Voraussetzung.
Originalzitat anzeigen (Seite 87)
„Die AfD wird das Landesblindengeld bis zum Ende der Legislaturperiode auf mindestens 600 Euro anheben.“Einordnung
- Wirtschaftdeutlich mehr Staat
Eine Landesleistung soll um fast die Hälfte steigen und eine neue Leistung für Taubblinde hinzukommen, was einen deutlichen Ausbau staatlicher Sozialleistungen bedeutet.