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AfD zu Finanzen und Steuern

Aus dem Programm „Berlin. Stark. Machen.“

Abgeordnetenhauswahl Berlin 2026, 20. September 2026Original-PDF, 99 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Finanzen und Steuern

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt (+1,1), aus 7 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 3 eher mehr Markt, 3 deutlich mehr Markt

  • Gesellschafteher konservativ (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 0 ausgewogen, 1 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst (+1,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Klimaschutz zuerst, 0 eher Klimaschutz zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Wachstum zuerst, 1 deutlich Wachstum zuerst

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Grundsteuer vollständig abschaffen

Die AfD will, dass Berlin sich im Bundesrat für das Ende der Grundsteuer einsetzt. Der Bund soll den Kommunen die fehlenden Einnahmen ersetzen. Das Programm begründet das mit der Entlastung von Eigentümern und Mietern, auf die die Steuer über die Nebenkosten umgelegt wird.

Die AfD will die Grund-Steuer abschaffen. Diese Steuer zahlen Eigentümer für ihr Grundstück. Mieter zahlen sie über die Neben-Kosten mit. Der Bund soll den Städten das fehlende Geld geben.

Das Programm bezeichnet die Nebenkosten als zweite Miete und nennt die Grundsteuer als wichtigen Teil davon. Sie belaste Eigentümer direkt und Mieter über die Umlage. Berlin soll deshalb im Bundesrat auf eine vollständige Streichung hinwirken. Die Einnahmeausfälle der Kommunen soll der Bund ausgleichen.

Originalzitat anzeigen (Seite 8)
„fordern wir, dass sich das Land Berlin im Bundesrat für eine vollständige Abschaffung der Grundsteuer und einen Ausgleich des finanziellen Ausfalls bei den Kommunen durch den Bund einsetzt.“
Seite 8 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Eine heute erhobene Steuer soll ganz entfallen, was eine grundlegende Senkung der Abgabenlast bedeutet.

Gewerbesteuer senken, City-Tax abschaffen

Die AfD will die Gewerbesteuer senken und die CO2-Bepreisung für Gewerbeimmobilien streichen. Die Übernachtungsteuer „City-Tax“ soll wegfallen, die Luftverkehrssteuer sinken. Das Programm begründet dies mit mehr Investitionen und mit den Folgen der Corona-Politik für Tourismus, Handel und Gastronomie.

Die AfD will Steuern für Firmen senken. Die Steuer auf Hotel-Übernachtungen soll wegfallen. Auch Fliegen soll weniger besteuert werden. Firmen sollen für ihre Gebäude keinen CO2-Preis mehr zahlen.

Die Steuerpolitik soll nach dem Willen der Partei Unternehmen und Investitionen begünstigen. Neben einer niedrigeren Gewerbesteuer verlangt das Programm das Ende von Belastungen, die es als ideologisch begründet ansieht, darunter der CO2-Preis auf gewerblich genutzte Gebäude. Für Tourismus, Einzelhandel und Gastronomie sollen die Bettensteuer entfallen, Umwelt- und Bürokratieauflagen zurückgenommen und die Luftverkehrssteuer verringert werden. Als Grund nennt die AfD, dass diese Branchen noch unter den Corona-Maßnahmen leiden und der Berliner Flugverkehr unter dem früheren Niveau liegt.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Wir fordern eine Senkung der Gewerbesteuer und die Abschaffung ideologisch motivierter Zusatzlasten wie die CO2-Bepreisung für Gewerbeimmobilien.“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Eine Steuer soll ganz abgeschafft und zwei weitere sollen gesenkt werden, was die Abgabenlast für Unternehmen deutlich verringert.

  • Klimaeher Wachstum zuerst

    Der CO2-Preis für Gewerbeimmobilien und Umweltauflagen sollen zugunsten niedrigerer Kosten entfallen, was Klimavorgaben in einem Teilbereich abschwächt.

Investitionsstau abbauen, Klima- und Genderprojekte stoppen

Die AfD will den Investitionsrückstand Berlins, den sie auf 35 Milliarden Euro beziffert, schrittweise abbauen. Das Geld soll in Schulen, Verkehr, Verwaltung und Infrastruktur fließen. Neue Klima- oder Genderprojekte soll es nicht mehr geben.

In Berlin fehlt viel Geld für Schulen, Straßen und Ämter. Die AfD spricht von 35 Milliarden Euro. Sie will das Schritt für Schritt aufholen. Für neue Klima-Projekte und Gender-Projekte soll es kein Geld mehr geben.

Das Programm nennt einen Rückstand von 35 Milliarden Euro bei Schulen, Verkehr, Verwaltung und öffentlicher Infrastruktur. Dieser soll gezielt und in Etappen verringert werden. Die Partei stellt diese Ausgaben dem gegenüber, was sie Symbolpolitik nennt, und schließt weitere Vorhaben zu Klima und Gender aus.

Originalzitat anzeigen (Seite 47)
„Keinerlei weitere Klima- oder Genderprojekte – wir investieren in das Fundament dieser Stadt“
Seite 47 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Der Staat soll mehr in öffentliche Infrastruktur investieren, was öffentliche Leistungen innerhalb des bestehenden Rahmens ausbaut.

  • Gesellschafteher konservativ

    Neue Genderprojekte sollen nicht mehr finanziert werden, was die Förderung von Gleichstellungsvorhaben zurückfährt.

  • Klimadeutlich Wachstum zuerst

    Alle weiteren Klimaprojekte des Landes sollen entfallen, womit der Klimaschutz als Ausgabenziel aufgegeben wird.

Kassensturz und Gesamtbilanz für Berlin erstellen

Die AfD verlangt einen umfassenden Kassensturz, der alle finanziellen Verpflichtungen Berlins in einer Gesamtbilanz zeigt. Dazu zählen auch Nebenhaushalte, Schulden der Landesunternehmen und künftige Pensionen. Kernaufgaben sollen nicht in Landesunternehmen verlagert werden, um Haushaltsregeln zu umgehen.

Die AfD will alle Schulden von Berlin offen zeigen. Dazu gehören auch Schulden von Firmen, die dem Land gehören. Auch spätere Pensionen sollen mitgezählt werden. Eine Pension ist das Ruhe-Geld für Beamte. Das Land soll keine Schulden in seinen Firmen verstecken.

Nebenhaushalte, Sondervermögen und Rücklagen sollen zusammengeführt und die Verbindlichkeiten landeseigener Unternehmen erfasst werden. Darlehen, Bürgschaften, Garantien, Gesellschafterzuschüsse und Kapitalerhöhungen sollen mit Zweck, Risiko und Wirkung auf den Haushalt offengelegt werden. Das Programm lehnt sogenannte Schuldenkaskaden ab, bei denen das Land Unternehmen mit kreditfinanziertem Eigenkapital ausstattet, damit diese weitere Kredite aufnehmen können. Pensionslasten sollen regelmäßig ermittelt und durch angemessene Rücklagen gedeckt werden. Die AfD begründet das mit parlamentarischer Kontrolle und Generationengerechtigkeit.

Originalzitat anzeigen (Seite 94)
„Berlin braucht daher eine Haushaltsdarstellung, die den Kernhaushalt nicht isoliert betrachtet, sondern die gesamte finanzielle Lage abbildet.“
Seite 94 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Kreditaufnahme über Landesunternehmen und Nebenhaushalte soll begrenzt und offengelegt werden, was auf mehr Haushaltsdisziplin zielt.

Schuldenbremse in die Landesverfassung schreiben

Die AfD will die Schuldenbremse wieder strikt anwenden und in der Berliner Verfassung festschreiben. Innerhalb von vier Jahren soll der Haushalt ohne Defizit auskommen, danach sollen Schulden abgebaut werden. Nach Ansicht der Partei schützt eine feste Schuldenregel die Steuerzahler und begrenzt Zinsrisiken.

Die Schulden-Bremse begrenzt neue Schulden des Staates. Die AfD will sie in die Berliner Verfassung schreiben. In vier Jahren soll Berlin keine neuen Schulden mehr machen. Danach soll Berlin alte Schulden zurückzahlen. Steuern sollen erst sinken, wenn der Haushalt solide ist.

Den neuen Verschuldungsspielraum, den das Grundgesetz den Ländern einräumt, soll Berlin nicht nutzen; das Programm beziffert ihn auf 0,35 Prozent der Wirtschaftsleistung. Hinzu kommt ein verbindlicher Pfad für Tilgung und Konsolidierung. Kredite sollen nur in Ausnahmelagen möglich sein und keine kurzfristigen Entlastungen auf Dauer finanzieren. Nach dem Haushaltsausgleich in vier Jahren will die AfD Verbindlichkeiten systematisch senken. Entlastungen und Steuersenkungen sollen nur auf Basis solider Haushalte erfolgen.

Originalzitat anzeigen (Seite 95)
„die Schuldenbremse in der Berliner Verfassung verankern, damit sie dauerhaft und verbindlich wirkt“
Seite 95 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Markt

    Eine Schuldenbremse in der Landesverfassung und der vollständige Verzicht auf den erlaubten Kreditspielraum wären eine grundlegend strengere Haushaltsregel als heute.

Ausgaben prüfen und NGO-Förderung streichen

Die AfD will alle Ausgaben des Landes systematisch überprüfen und auf staatliche Kernaufgaben beschränken. Organisationen, die aus ihrer Sicht politische Kampagnen betreiben, sollen kein Steuergeld mehr erhalten. Das Programm sieht in Berlin vor allem ein Problem bei Ausgaben und Prioritäten, nicht bei den Einnahmen.

Die AfD will alle Ausgaben von Berlin prüfen. Programme ohne klaren Nutzen sollen enden. Berlin soll nur für die wichtigsten Aufgaben Geld ausgeben. Manche Vereine machen aus Sicht der AfD Politik. Diese Vereine sollen kein Steuer-Geld mehr bekommen.

Vorgesehen ist eine Aufgaben- und Ausgabenprüfung in allen Ressorts, ein sogenannter Spending Review. Maßstäbe sind Notwendigkeit, Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und Folgekosten; Kosten-Nutzen-Abwägungen sollen Pflicht werden. Die Finanzierung von Strukturen, die das Programm als politisch agierendes Vorfeld bezeichnet, soll enden, um die Neutralität des Staates wiederherzustellen. Sparen dient nach Darstellung der AfD dazu, Kernaufgaben und Investitionen ohne neue Schulden zu sichern.

Originalzitat anzeigen (Seite 95)
„Programme ohne nachweisbaren Nutzen, mit Doppelstrukturen oder fehlender Zieldefinition sind zu beenden oder grundlegend umzubauen.“
Seite 95 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Ausgaben sollen durchgehend überprüft, Programme beendet und der Staat auf Kernaufgaben beschränkt werden, was Haushaltsdisziplin und einen schlankeren Staat bedeutet.

Investitionen auf Substanzerhalt konzentrieren

Die AfD will Investitionen des Landes vorrangig in den Erhalt und die Funktionsfähigkeit der vorhandenen Infrastruktur lenken. Große, über Kredite finanzierte Programme lehnt sie ab, weil sie den Haushalt aus ihrer Sicht dauerhaft belasten. Für Sondervermögen, Bundesmittel und Großvorhaben sollen feste Regeln gelten.

Berlin muss viele Gebäude und Anlagen reparieren. Die AfD will dafür zuerst Geld ausgeben. Auch Polizei, Feuerwehr und digitale Ämter sind ihr wichtig. Große Programme auf Kredit lehnt die AfD ab. Große Projekte soll das Land vor dem Start genau prüfen.

Das Programm beziffert den Investitionsstau der öffentlichen Hand auf deutlich über 100 Milliarden Euro. Sondervermögen und Gelder des Bundes sollen nur für nachweislich zusätzliche Vorhaben eingesetzt werden, nicht zur Umfinanzierung schon geplanter Aufgaben; verlangt werden belastbare Projektlisten und Nachweise. Bei Großvorhaben sollen Nutzen, Kosten, Machbarkeit, Folgekosten und Risiko vor dem Beschluss geprüft werden. Jede Investition soll in ein tragfähiges Finanzierungskonzept eingebunden sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 97)
„Prioritäre Aufgaben sind Instandhaltung, Sanierung, IT-Sicherheit, Verwaltungsdigitalisierung, Polizei, Feuerwehr und Katastrophenschutz.“
Seite 97 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Öffentliche Investitionen werden bejaht, aber an Finanzierbarkeit gebunden und kreditfinanzierte Großprogramme abgelehnt, was Haushaltsdisziplin betont.

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Alle Programme in Berlin im Vergleich