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SPD zu Demokratie und Staat

Aus dem Programm „Regierungsprogramm der SPD Brandenburg 2024“

Landtagswahl Brandenburg 2024, 22. September 2024Original-PDF, 49 SeitenAnalyse vom 4. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Demokratie und Staat

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschaftausgewogen (0), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 1 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher progressiv (-1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 1 eher progressiv, 0 ausgewogen, 0 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Justiz personell ausbauen und Verfahren beschleunigen

Die SPD will mehr Richter, Staatsanwälte und weiteres Justizpersonal einstellen, um Gerichtsverfahren zu beschleunigen. Außerdem plant sie ein einheitliches Justizgesetz, eine Opferschutzstelle und Vorkehrungen, die die Justiz gegen extremistische Einflussnahme absichern sollen.

Die SPD will mehr Richter und Staatsanwälte einstellen. Gerichte sollen schneller entscheiden. Die Regeln für die Justiz sollen in einem einzigen Gesetz stehen. Für Opfer von Straftaten soll es eine eigene Stelle geben.

Die bislang auf mehrere Gesetze und Verordnungen verteilten Landesvorschriften zur Justiz sollen erstmals in einem Justizgesetz gebündelt werden, damit sie leichter zu finden sind. Vorbeugende Maßnahmen sollen verhindern, dass extremistische Kräfte die Verfassungsordnung aushöhlen und die Unabhängigkeit der Justiz gefährden. Für Massenverfahren, etwa im Fluggastrecht, soll die Justiz moderne Technik erhalten. Die Ausbildung der Gerichtsvollzieher wird modernisiert, und die Zahl der Referendariatsplätze bleibt mindestens gleich.

Originalzitat anzeigen (Seite 33)
„Deshalb werden wir zusätzliche Richterinnen und Richter, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sowie Personal in den zugehörigen Geschäftsstellen und bei der Rechtspflege einstellen.“
Seite 33 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Mehr Personal bei Gerichten und Staatsanwaltschaften sowie schnellere Verfahren stärken die Durchsetzung von Recht und Ordnung innerhalb des bestehenden Systems.

Kommunen finanziell und digital stärken

Die SPD will die finanzielle Unterstützung der Kommunen fortsetzen und kommunale Investitionsprogramme neu auflegen. So sollen Städte und Gemeinden ihre Infrastruktur, vor allem für Soziales und Bildung, an eine wachsende Bevölkerung anpassen können.

Die SPD will Städten und Gemeinden weiter viel Geld geben. Es soll neue Programme für Investitionen geben. Damit können Gemeinden zum Beispiel Schulen und Kitas bauen. Auch bei der Arbeit mit Computern will das Land den Gemeinden helfen.

Das kommunale Haushaltsrecht soll so geändert werden, dass Pflichtinvestitionen leichter möglich sind. Der Zweckverband „Digitale Kommunen Brandenburg“ (DIKOM) soll zum zentralen IT-Dienstleister für Gemeinden und Landkreise werden. Land und Kommunen sollen sich als attraktive Arbeitgeber aufstellen, um Verwaltungspersonal zu gewinnen. Zugleich sollen die Landesfinanzen solide bleiben. Bei der Entwicklung landesweit bedeutsamer Gewerbeflächen will das Land die Kommunen stärker unterstützen.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Dazu werden wir die kommunalen Investitionsprogramme neu auflegen, um die Kommunen zu unterstützen.“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Neue Investitionsprogramme und erleichterte kommunale Investitionen bauen öffentliche Ausgaben schrittweise aus.

Bürokratie mit Sonderausschuss abbauen

Die SPD will sämtliche staatlichen Aufgaben und Rechtsvorschriften des Landes überprüfen, um aus ihrer Sicht unnötige Bürokratie zu streichen. Dafür soll der Landtag einen Sonderausschuss einsetzen.

Die SPD will weniger Bürokratie. Bürokratie heißt hier: viele Regeln und Formulare. Alle Regeln des Landes sollen geprüft werden. Dafür soll es eine eigene Gruppe im Landtag geben. Am Ende soll es weniger Regeln geben als heute.

Das Programm begründet das Vorhaben damit, dass gewachsene Rechtslagen Bürgern, Wirtschaft und Verwaltung viel Aufwand bereiten. Bis zum Ende der 2020er-Jahre soll die Zahl der Normen und Standards sinken statt steigen. Abläufe sollen einfacher und Verfahren schneller werden. Nach Ansicht der SPD hängt die Zufriedenheit mit der Verwaltung davon ab, ob ihr Handeln nachvollziehbar ist.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Das Ziel soll sein, dass es am Ende der Zwanzigerjahre weniger und nicht mehr Normen und Standards gibt.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Markt

    Die Zahl der Vorschriften und Standards soll sinken, was die Regulierung schrittweise verringert.

„Tolerantes Brandenburg“ und Demokratieförderung ausbauen

Die SPD will das Handlungskonzept „Tolerantes Brandenburg“ stärken und Projekte gegen Rechtsextremismus dauerhaft fördern. Das Programm bezeichnet Rechtsextremismus und Rassismus als größte Gefahr für die Demokratie im Land.

Die SPD will das Programm „Tolerantes Brandenburg“ stärken. Es arbeitet gegen Rechts-Extremismus und für Demokratie. Projekte dafür sollen dauerhaft Geld bekommen. Auch Vereine und Gruppen vor Ort sollen mehr Hilfe bekommen.

Das Handlungskonzept und sein zivilgesellschaftliches Beratungssystem sollen gestärkt und zusammen mit dem Bündnis für Brandenburg weiterentwickelt werden. Die Förderung von Projekten zur Demokratiestärkung und gegen Rechtsextremismus soll verstetigt und ausgebaut werden. In möglichst vielen Städten sollen kommunale Bündnisse für Ehrenamt und Zusammenhalt entstehen. Die Konzepte gegen Rassismus, Islamismus und Antisemitismus sollen mit Mitteln ausgestattet und schrittweise umgesetzt werden. Das Förderprogramm „Zusammenhalt“ soll bis 2029 mindestens zwei weitere Runden bei gleichem Volumen erhalten.

Originalzitat anzeigen (Seite 43)
„Deshalb werden wir das „Tolerante Brandenburg“ entsprechend den neuen Bedarfen stärken.“
Seite 43 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher progressiv

    Bestehende Programme für Toleranz und gegen Rassismus und Rechtsextremismus sollen ausgebaut werden, was schrittweise in Richtung einer offenen, vielfältigen Gesellschaft geht.

Mehr Ostdeutsche in Führungspositionen bringen

Die SPD will sich weiter dafür einsetzen, dass mehr Ostdeutsche Führungspositionen besetzen. Das Programm begründet dies damit, dass die Akzeptanz der Demokratie auch von Identifikation abhänge und ostdeutsche Sichtweisen in Leitungsebenen oft fehlten.

Die SPD will mehr Ostdeutsche in leitenden Stellen. Bisher gibt es dort zu wenige Ostdeutsche, sagt die SPD. Das soll sich ändern. So sollen sich mehr Menschen in der Demokratie wiederfinden.

Nach Darstellung des Programms besteht in Ostdeutschland und in ganz Deutschland eine große Lücke bei der Vertretung Ostdeutscher in allen Bereichen. Als bisherigen Erfolg nennt die SPD, dass erstmals eine Ostdeutsche Richterin am Bundesverfassungsgericht wurde. Die Partei will dieses Anliegen weiter verfolgen.

Originalzitat anzeigen (Seite 44)
„Wir treten daher weiter für mehr Ostdeutsche in Führungspositionen ein.“
Seite 44 im Original

Einordnung

Dieser Punkt berührt keine der Achsen.

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