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AfD zur Familie

Aus dem Programm „Hamburg wieder normal. Wahlprogramm der AfD Hamburg für die Bürgerschaftswahl 2025“

Bürgerschaftswahl Hamburg 2025, 2. März 2025Original-PDF, 48 SeitenAnalyse vom 2. Oktober 2026

KIZusammenfassungen und Einordnungen auf dieser Seite hat eine KI erstellt. Ein Mensch prüft sie nicht einzeln. Wie sie entstehen

Einordnung beim Thema Familie

Durchschnitt der Punkte auf dieser Seite. Die Einordnung erstellt eine KI.

Jede Achse misst ein Thema. Ein „links“ oder „rechts“ für alles gibt es hier nicht: Wirtschaft, Gesellschaft, Migration und Sicherheit stehen getrennt. Eingeordnet ist nur, was im Programm steht. So lesen Sie die Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat (-1,5), aus 2 Punkten

    Punkte je Stufe: 1 deutlich mehr Staat, 1 eher mehr Staat, 0 ausgewogen, 0 eher mehr Markt, 0 deutlich mehr Markt

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst (+1), aus 1 Punkt

    Punkte je Stufe: 0 deutlich Bürgerrechte zuerst, 0 eher Bürgerrechte zuerst, 0 ausgewogen, 1 eher Sicherheit und Ordnung zuerst, 0 deutlich Sicherheit und Ordnung zuerst

  • Gesellschafteher konservativ (+0,7), aus 3 Punkten

    Punkte je Stufe: 0 deutlich progressiv, 0 eher progressiv, 1 ausgewogen, 2 eher konservativ, 0 deutlich konservativ

Die kleinen Säulen unter den Balken zeigen, wie viele Punkte auf jeder der fünf Stufen liegen.

Arbeitende Familien bei Schulessen und Steuern entlasten

Die AfD will arbeitende Familien mit niedrigen und mittleren Einkommen von Kosten in Bildungseinrichtungen befreien, etwa für das Mittagessen in der Schule. Außerdem sollen sie über Kinderfreibeträge steuerlich entlastet werden. Das Programm sieht eine Gerechtigkeitslücke gegenüber Familien, die Sozialleistungen beziehen.

Manche Familien arbeiten, verdienen aber wenig. Sie bekommen keine Hilfe vom Staat. Die AfD findet das ungerecht. Diese Familien sollen das Schul-Essen nicht mehr bezahlen. Sie sollen auch weniger Steuern zahlen.

Nach Ansicht der AfD liegt der Lebensstandard solcher Familien oft unter dem von Familien mit Sozialleistungen, weil sie hohe Mieten zahlen und keine Hilfen erhalten. Das kostenlose Mittagessen in der Schule wird als Beispiel für die Befreiung von Kosten genannt. Zusätzlich setzt sich die AfD für höhere steuerliche Entlastung über Kinderfreibeträge ein.

Originalzitat anzeigen (Seite 18)
„Um diese Familien zu entlasten, möchten wir sie von bestimmten Kosten, die durch Benutzung der Bildungsinstitutionen anfallen, befreien.“
Seite 18 im Original

Einordnung

  • Wirtschafteher mehr Staat

    Ein kostenloses Schulessen weitet öffentliche Leistungen für eine zusätzliche Gruppe aus, ergänzt um Steuerentlastungen.

Vorsorgeuntersuchungen und Kitabesuch verpflichtend machen

Die AfD will Kindervorsorgeuntersuchungen zur Pflicht machen und deren Einhaltung kontrollieren. Vor der Einschulung sollen Kinder ein Jahr lang täglich eine Kindergruppe besuchen, bei Defiziten im Deutschen verpflichtend. Zudem sollen die aus ihrer Sicht schlechten Betreuungsschlüssel in Hamburger Kitas verbessert werden.

Kinder sollen regelmäßig zum Arzt. Die AfD will diese Untersuchungen zur Pflicht machen. Ärzte sollen auch auf Zeichen von Gewalt achten. Vor der Schule sollen Kinder ein Jahr in eine Kinder-Gruppe gehen. Wer schlecht Deutsch spricht, muss in den Kindergarten.

Laut Programm hat Hamburg bundesweit die schlechtesten Betreuungsschlüssel in der frühkindlichen Bildung, was verbessert werden soll. Ärzte sollen Entwicklungsstand und Auffälligkeiten wie Anzeichen von Misshandlung prüfen. Bei Defiziten sollen Jugendämter den Eltern Weisungen erteilen können. Der Umgang mit Gleichaltrigen gilt dem Programm als wichtig für die Sozialisation.

Originalzitat anzeigen (Seite 30)
„Insbesondere bei Defiziten im Erwerb deutscher Sprachkenntnisse soll der Kindergartenbesuch verpflichtend sein.“
Seite 30 im Original

Einordnung

  • Bürgerrechte und Sicherheiteher Sicherheit und Ordnung zuerst

    Neue Pflichten zu Vorsorgeuntersuchungen und Kitabesuch mit Kontrolle und Weisungsrechten der Jugendämter erweitern staatliche Eingriffe.

Geld für häusliche Kinderbetreuung und bessere Kitas

Eltern, die ihr Kind in den ersten drei Jahren zu Hause betreuen, sollen einen Ausgleich von mindestens der Hälfte der Kosten eines Kita-Platzes erhalten. Die AfD begründet dies mit Wahlfreiheit und der Wertschätzung häuslicher Erziehungs- und Pflegearbeit; zugleich soll die Kita-Qualität mit höchstens sechs Kindern pro Betreuer steigen.

Manche Eltern betreuen ihr kleines Kind zu Hause. Die AfD will ihnen dafür Geld geben. Es soll mindestens die Hälfte von dem sein, was ein Kita-Platz kostet. Eltern sollen frei wählen können. In Kitas soll ein Betreuer höchstens sechs Kinder haben.

Das Programm sieht in der Haus- und Erziehungsarbeit, traditionell der Hausfrau, einen hohen gesellschaftlichen Wert, der heute zu gering geschätzt werde. Eltern, egal ob Mann oder Frau, die für Kinderbetreuung oder Pflege zu Hause bleiben, sollen finanziell und gesellschaftlich mit Nutzern staatlich geförderter Einrichtungen gleichgestellt werden. Wahlfreiheit bedeutet laut AfD, familiäre und institutionelle Betreuung zu stärken. In Kitas sollen mehr und besser ausgebildete Betreuer arbeiten, mit maximal sechs Kindern pro Betreuer.

Originalzitat anzeigen (Seite 39)
„Familien, die ihre Kinder während der ersten drei Jahre selbst betreuen und damit dem Staat hohe Kosten ersparen, müssen dafür einen Ausgleich erhalten, der mindestens 50 Prozent der Kosten für einen Kita-Platz entspricht.“
Seite 39 im Original

Einordnung

  • Wirtschaftdeutlich mehr Staat

    Es soll eine neue staatliche Geldleistung für häusliche Betreuung eingeführt werden, die es heute so nicht gibt.

  • Gesellschafteher konservativ

    Die Förderung der häuslichen Betreuung durch einen Elternteil stärkt ein traditionelles Familienmodell.

Familien mit einem Einkommen ermöglichen

Die AfD will, dass Familien grundsätzlich von einem Vollzeiteinkommen leben können, und Familien bei der Senkung von Abgaben Vorrang geben. Sie strebt eine Rückkehr zu traditionellen Familienwerten an, in denen die Familie erste Stütze in Notlagen ist.

Die AfD will: Eine Familie soll von einem Gehalt leben können. Familien sollen weniger Steuern und Abgaben zahlen. Familien sollen wieder sparen und Eigentum kaufen können. Die Familie soll sich in Not selbst helfen können.

Laut Programm müssen in Großstadtfamilien heute meist beide Eltern arbeiten. Familien sollen wieder Rücklagen bilden und Eigentum finanzieren können. Die AfD will Spielplätze und Parks sanieren, getrennte Fuß- und Radwege bauen und genügend Kita-Plätze schaffen. Das Arbeitsleben soll stärker auf das Familienleben abgestimmt werden, und Eltern sollen bei der Rente besser berücksichtigt werden. Im Sinne der Subsidiarität soll die Familie wieder erste solidarische Stütze sein, statt auf Sozialleistungen angewiesen zu sein.

Originalzitat anzeigen (Seite 40)
„Unsere Familienpolitik hat zum Ziel, dass Familien prinzipiell vom Vollerwerbs-Einkommen einer Person ihr Leben bestreiten können.“
Seite 40 im Original

Einordnung

  • Gesellschafteher konservativ

    Das Leitbild der Alleinverdienerfamilie und die Rückkehr zu traditionellen Familienwerten stehen für Bewahrung überlieferter Lebensformen.

Alleinerziehende und Väter stärker unterstützen

Die AfD will, dass Mütter und Väter auch nach dem Zerbrechen einer Familie volle staatliche Unterstützung erhalten. Die Maßnahmen für mehr Kinderfreundlichkeit sollen auch für Alleinerziehende gelten, und Väter sollen im Sorge- und Unterhaltsrecht nicht benachteiligt werden.

Manche Familien gehen auseinander. Dann sollen Mütter und Väter trotzdem Hilfe vom Staat bekommen. Alleinerziehende sollen nicht schlechter behandelt werden. Väter sollen beim Sorge-Recht fair behandelt werden. Die Rolle der Mutter bleibt dabei wichtig.

Das Programm erkennt an, dass Familien an widrigen Umständen zerbrechen können. Die AfD lehnt eine Diskriminierung von Alleinerziehenden ab. Die zuvor im Programm geforderten Maßnahmen zur Kinderfreundlichkeit sollen ihnen uneingeschränkt zugutekommen. Zugleich will die Partei Nachteile für Väter im Sorge- und Unterhaltsrecht abbauen, ohne die Bedeutung der Mutter zu bestreiten.

Originalzitat anzeigen (Seite 42)
„Benachteiligungen von Vätern im Sorge- und Unterhaltsrecht wollen wir entgegenwirken, ohne hierbei die wichtige Rolle der Mutter negieren zu wollen.“
Seite 42 im Original

Einordnung

  • Gesellschaftausgewogen

    Der Punkt verbindet Unterstützung für Alleinerziehende mit einer Stärkung der Väterrolle und nimmt keine klare Seite ein.

Was sagen die anderen Parteien zur Familie?

Alle Programme in Hamburg im Vergleich